Dietikon

Wanderpauke bleibt definitiv in Rüschlikon

Die Guggenmusik Reppischfäger lud zum Wettbewerb «Gugge-Chracher» ins Pfarreizentrum St. Agatha ein. Den Wanderpreis in Form einer Fasnachtspauke gewannen die Seebrünzler aus Rüschlikon bereits zum dritten Mal.

Fünf verschiedene Guggenformationen aus den Kantonen Aargau, Schwyz und Zürich sorgten am Samstagabend für hochklassige Darbietungen. Den Wanderpreis in Form einer Fasnachtspauke gewannen die Seebrünzler aus Rüschlikon bereits zum dritten Mal.

Überaus grosszügig sind die Treppengeländer zum St.-Agatha-Saal mit Fasnachtsschlangen geschmückt. Drinnen im Saal hängen riesige Konfetti an der Decke. Rundum zieren grosse Embleme der Guggi-Häxe, Schnierliwutz und Clowns die Wände. Jede der fünf geladenen Guggen versammelt sich an einem eigenen Tisch. Je verschieden farbige Ballone hängen bei den einzelnen Formationen.

Wettbewerb mit Fachjury

Pünktlich um 20Uhr stellt Dani Killer von der organisierenden Guggenmusik Reppischfäger die Fachjury und die einzelnen Guggen vor. Die fünf Wettbewerbsteilnehmer geben an ihren Tischen ein kurzes Ständchen. Dann wird die Reihenfolge der Auftritte ausgelost. Die Wanderpauke ist als Preis für die beste Gugge vorgesehen. Die Fachjury und das SMS-Voting des Publikums erküren im Laufe des Abends die beste Gugge. Gewertet werden unter anderem die Masken, das Outfit, der Auftritt sowie natürlich die gespielte Musik.

Mitreissender Sound aller Guggen

Um 21Uhr betreten die Hübelfäzzer aus Berikon die gestufte Bühne. In grünen Hosen, mit blauen und roten Kitteln meistern sie ihren Auftritt ordentlich, sodass für die Beriker bei der Rangverkündigung die biblischen Worte zutreffen: «Die Ersten werden die Letzten sein.»

Um zehn vor zehn misst sich die clowneske Bänkli-Clique aus dem aargauischen Oberrohrdorf. Zu dieser reinen Männergugge gehört auch Sylvan Tobias Preuss, der in Urdorf als Informatiker arbeitet: «Unser Auftritt heute fand ich super, vor allem die enge Bühne hat mir sehr gefallen.» Sie hätten Höhen und Tiefen in die Lieder gebracht.

«Mir hat es Riesenspass gemacht, weil auch die Leute im Saal voll abgegangen sind», so der 23-Jährige, der seit fünf Jahren in der Oberrohrdorfer Gugge Trompete spielt. Als dritte Gugge präsentieren die Bogäspeuzer aus Steinen ihren mitreissenden Sound. Sie werden am Schluss die bronzene Auszeichnung erhalten. «Unser jüngster Mitspieler ist 17 und mit meinen 43Jahren bin ich der älteste», meint Markus Ulli, der Präsident der Schwyzer Formation.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht lassen die Seebrünzler aus Rüschlikon die Wände des katholischen Pfarreizentrums erzittern. Die Seebrünzler werden zum dritten Mal in Folge Sieger und dürfen somit den Wanderpokal in Form einer alten Fasnachtspauke definitiv behalten. Und als letzte Guggemusik geben schliesslich die Vollgashöckler aus Hedingen so richtiggehend Vollgas.

Das Konzept hat sich bewährt

OK-Chef Dani Berweger freute sich mit seinen 32Aktiven an diesem dritten Guggenwettbewerb: «Dieses Konzept hat sich wirklich bewährt.» Rund 150 aktive Musikerinnen und Musiker hätten auch dieses Jahr den Guggen-Chracher zu einem Event mit hochklassiger Guggenmusik gemacht. Dazu nochmals Dani Berweger: «Die letzten Gäste haben um 4Uhr den Saal verlassen und die Aufräumarbeiten dauerten noch bis um 6Uhr und am Sonntag nochmals drei Stunden.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1