Limmattal
Waldbrandgefahr: Situation ist entspannt

Mit der anhaltenden Trockenheit steigt das Risiko für Waldbrände. Ein Feuerverbot wurde für die Region Limmattal aber noch nicht verhängt. Bisher wurden noch keine Waldbrände registriert.

Katja Landolt
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Felix Holenstein Revierförster Bezirk Dietikon

Felix Holenstein Revierförster Bezirk Dietikon

Katja Landolt

Hochdruckgebiet Harry hat den Frühling gebracht; der März war so warm wie seit Jahren nicht mehr. Doch das schöne Wetter hat auch seine Schattenseiten: Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in vielen Schweizer Regionen deutlich gestiegen.

Während im Tessin und den Bündner Südtälern Feuerverbote verhängt wurden und im Kanton Aargau laut Kantonspolizei die Brandmeldungen spürbar ansteigen, ist die Situation im Limmattal noch entspannt.

Waldbrände sind bisher keine registriert worden

«Im Moment müssen wir noch keine Warnung herausgeben», sagt Revierförster Felix Holenstein. Waldbrände seien bisher keine registriert worden. «Der Waldboden ist noch etwas feuchter», so Holenstein. Das bestätigt auch Esther Surber, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich: «Wir haben keinen Anstieg von Brandmeldungen, die auf die Trockenheit zurückzuführen wären.»

Revierförster Holenstein appelliert beim Bräteln an den gesunden Menschenverstand

In Anbetracht des bevorstehenden Osterwochenendes, des anhaltend schönen Wetters und dem Bräteln im Freien appelliert Holenstein aber an den gesunden Menschenverstand: «Wer im Wald bräteln will, soll dafür unbedingt die vorgesehenen Feuerstellen nutzen.» Werde wild auf dem Waldboden gebrätelt, könnte das gefährlich werden: Die Glut könnte sich durch den faserigen Untergrund fressen und sich so ein Brand ausbreiten.

Richtiges Verhalten bei Waldbrandgefahr

• Kein offenes Feuer im Wald und in Waldnähe

• Nicht rauchen im Wald.

• Keine Zigarettenreste aus dem Auto werfen.

• Zufahrtswege zum Wald frei halten.

• Autos mit Katalysator nicht auf ausgetrockneten Grasstreifen abstellen. Ein Katalysator, der sich bodennah am Auspuff befindet, erhitzt sich beim Betrieb stark und kann leicht zum Ausgangspunkt für ein Bodenfeuer werden.

Was muss gemeldet werden?

• Die erste und wichtigste Angabe ist der Ort, an dem der Waldbrand sich entwickelt. Wenn man die Örtlichkeit nicht genau kennt, sollte man sich auf jeden Fall einprägsame Besonderheiten merken (grosser Einzelbaum, Waldwiese, Gewässer o. ä.)

• Wie sah der Waldbrand bei der Entdeckung aus: Bodenfeuer? - Vollfeuer? - Was für ein Waldbestand ist betroffen? Herrschte starker Wind? Sind Menschen in Gefahr?

• Wie bei allen Notfall-Meldungen ist es wichtig, die eigenen Personalien anzugeben und den Ort, von dem man sich meldet.