Wahlen
Wahlpodium in Dietikon: Erst wurde gelacht, dann ernsthaft diskutiert

Stadtentwicklung, Soziales, Finanzen, Schule und Verkehr – die Themen des grossen Stadtrats-Wahlpodiums. Rund 150 interessierte fanden sich im Stadthaus ein und verfolgten die Argumentationen der Politiker.

Jürg Krebs
Drucken
Teilen
13 Kandidierende: Es diskutieren gerade Bachmann (SVP), Tonini (SP), Podiumsleiterin Hamilton-Irvine, Müller (FDP), Koller (SP) und Wettler (SP). Auf ihren Auftritt warten Brunner (SVP), Siegrist (CVP), Joss (AL), Illi (EVP), Müller (DP), Schaeren (CVP), Balbiani (SVP) und Neff (Grüne). Nach einer halben Stunde wurde gewechselt.

13 Kandidierende: Es diskutieren gerade Bachmann (SVP), Tonini (SP), Podiumsleiterin Hamilton-Irvine, Müller (FDP), Koller (SP) und Wettler (SP). Auf ihren Auftritt warten Brunner (SVP), Siegrist (CVP), Joss (AL), Illi (EVP), Müller (DP), Schaeren (CVP), Balbiani (SVP) und Neff (Grüne). Nach einer halben Stunde wurde gewechselt.

Alex Spichale

Der Wahlkampf in Dietikon hatte in den letzten Tagen eine humoristische Note erhalten. Grund dafür sind Clownnasen, die Unbekannte den Politikerinnen und Politikern auf deren Wahlplakaten aufgesprayt hatten. Dieses Thema sorgte am Wahlpodium von gestern Abend für einen heiteren Beginn, doch dann ging es ernsthaft zur Sache. Die 13 Kandidierenden für die sieben Stadtratssitze trafen sich im Stadthaus unter der Leitung von Bettina Hamilton-Irvine, Stv. Chefredaktorin der Limmattaler Zeitung, zur grossen Politdebatte. In diversen Runden zu den Themen Stadtentwicklung, Soziales, Finanzen, Schule und Verkehr zeigten die Kandidierenden in unterschiedlicher Konstellation ihre Positionen auf.

Es diskutierten Otto Müller (FDP), der erneut als Stadtpräsident kandidiert. Des Weiteren treten an: Jean-Pierre Balbiani (SVP, bisher), Roger Bachmann (SVP, neu), Roger Brunner (SVP, bisher), Ernst Joss (AL, neu), Heinz Illi (EVP, bisher), Sven Koller (SP, neu), Martin Müller (DP, neu), Lucas Neff (Grüne, neu), Rolf Schaeren (CVP, bisher), Reto Siegrist (CVP, neu), Esther Tonini (SP, bisher) und Peter Wettler (SP, neu). Der Wahlentscheid fällt am 9. Februar 2014.

Die rund 150 Interessierten erlebten in den zweieinhalbstündigen Debatten engagierte Politikerinnen und Politiker. Die amtierenden Stadträte zeigten sich durchaus selbstkritisch, etwa im Bereich Wohnungen, wo sie eine härtere Gangart versprachen, um Liegenschaftsbesitzer dazu zu bringen, minderen Wohnraum aufzuwerten. Als Folge davon soll die Sozialhilfequote sinken. Willensstark gaben sie sich in ihrem Kampf gegen die Zürcher Finanzdirektion, die beim Finanzausgleich Dietikons Soziallasten besser berücksichtigen soll. Angriffig zeigten sich jene, die bislang keine Regierungsverantwortung trugen: «Dietikon hat viel fehlinvestiert.» Doch auch Plattitüden wurden dargeboten: «Wir müssen das Nötige vom Wünschenswerten unterscheiden.»

Die Kandidierenden zeigten sich in unterschiedlich guter Form. Wie sie abschnitten und was sie zu den einzelnen Themen sagten, lesen Sie ausführlich in der Ausgabe vom Samstag.

Aktuelle Nachrichten