Sollten sich die Ereignisse in den kommenden knapp drei Wochen nicht noch überstürzen, dann wird sich auch nach den Wahlen vom 30. März nichts an diesem Umstand ändern.

Denn zu den Gesamterneuerungswahlen treten sechs Bisherige und ein neuer Kandidat an. Letzterer heisst Markus Nydegger und soll für die SVP den Sitz von Walter Hollenweger verteidigen, der als einziger Bisheriger nicht mehr antritt. Die weiteren SVP-Kandidaten sind Marcel Balmer, Gisela Biesuz und Rolf Stucki. Für die FDP treten Gemeindepräsident Peter Trombik, René Rey und Simon Wirth wieder an.

Diese Ausgangslage deutet auf ruhige Wahlen hin. Vor vier Jahren war das anders. Damals kam es unter den beiden bürgerlichen Parteien zu einer Kampfwahl. Die SVP schickte fünf Kandidaten, die FDP deren drei ins Rennen. Die Eroberung eines weiteren Sitzes gelang der SVP nicht.

Vor acht Jahren sorgte ein Flugblatt einer 50-köpfigen Bürgergruppierung für Wirbel, die kurz vor den Wahlen neben den von den Parteien nominierten Kandidaten drei neue ins Spiel brachten. Die Geschichte fand ihre Fortsetzung, als es in einem zweiten Wahlgang darum ging, den Gemeindepräsidenten zu wählen. Wieder wurden «wilde» Kandidaten ins Spiel gebracht. Trotzdem wurde Peter Trombik zum Gemeindepräsidenten gewählt.

Für einen zweiten Wahlgang spricht in diesem Jahr nichts. Der Urnengang steht vielmehr im Zeichen der Stabilität. An der in den letzten Jahren geleisteten Arbeit des Gemeinderates dürfte sich nach dem Wahlsonntag folglich wenig ändern. Ein grosses Thema in der nächsten Legislatur werden das neue Gemeindehaus und die damit verbundenen hohen Investitionen sein.

Gemäss Strategie- und Finanzplan 2014 bis 2018 dürfte die Gemeinde wegen des Neubaus vermutlich nicht darum herumkommen, den Steuerfuss ab 2016 von 46 Prozent auf 48 Prozent zu erhöhen. Für den Gemeinderat heisst das, umsichtig mit weiteren Investitionen umzugehen. Eine gewisse Kontinuität in der Exekutive dürfte angesichts dieser Aufgaben nicht schaden.