Limmattal

Wahlbüros bereiten sich auf einen intensiven Abstimmungssonntag vor

Drei nationale Vorlagen sowie Erneuerungswahlen der Behörden sorgen für ungewöhnlich hohe Stimmbeteiligung. Keystone

Drei nationale Vorlagen sowie Erneuerungswahlen der Behörden sorgen für ungewöhnlich hohe Stimmbeteiligung. Keystone

Die kontrovers diskutierten Abstimmungsvorlagen locken ungewöhnlich viele Wähler an die Urne. In Oetwil etwa wird eine mehr als doppelt so hohe Stimmbeteiligung erwartet als bei den Erneuerungswahlen vor vier Jahren.

Auf die Limmattaler Stimmenzähler wartet ein strenger Sonntag: In den meisten Gemeinden ist die Stimmbeteiligung so hoch wie schon lange nicht mehr. «So eine hohe Stimmbeteiligung ist selten. Wir haben bis Donnerstagabend schon mehr Abstimmungscouverts erhalten, als üblicherweise bis Ende Woche eintreffen», sagt Daniela Suppiger von den Einwohnerdiensten Birmensdorf, wo schon rund die Hälfte der Stimmberechtigten das Abstimmungscouvert eingereicht hat.

Auch in Oetwil haben schon über die Hälfte aller Stimmberechtigten die Abstimmungsunterlagen an die Gemeinde geschickt. Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini erwartet eine Stimmbeteiligung von 60 Prozent. «Diese hohe Stimmbeteiligung steht klar im Zusammenhang mit den polarisierenden Abstimmungsvorlagen und nicht etwa mit den Erneuerungswahlen. Bei diesen gab es vor vier Jahren eine Stimmbeteiligung von nur 27 Prozent.»

In Dietikon sind noch keine genauen Zahlen bekannt, die Anzahl eingegangener Abstimmungscouverts sei aber «tendenziell höher» als in anderen Jahren, sagt der stellvertretende Stadtschreiber Uwe Krzesinski. Ähnlich äussert sich Bruno Persano, Gemeindeschreiber von Weiningen: Es scheinen bisher mehr Stimmen eingegangen zu sein als üblich.

In Schlieren ist eine Stimmbeteiligung von bis zu 45 Prozent möglich. Bei Wahlen und Abstimmungen liege laut Stadtschreiberin Ingrid Hieronymi die Beteiligung sonst erfahrungsgemäss rund 10 Prozent tiefer. In Geroldswil und Urdorf haben bisher rund 40 Prozent der Stimmbeteiligten ihre Wahlunterlagen abgegeben. Beide Gemeinden hatten aber schon bei den letzten Wahlen und Abstimmungen tendenziell eine hohe Stimmbeteiligung.

Damit liegt das Limmattal im kantonalen Durchschnitt: In der Stadt Zürich haben bisher 46,6 Prozent der Stimmberechtigten das Abstimmungscouvert eingeschickt, in Winterthur 55 Prozent.

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