Ja zur Limmattalbahn

Ja zur Limmattalbahn

64.5 Prozent der Zürcher sagen Ja zur Limmattalbahn. Die Bahn führt voraussichtlich ab 2022 von Altstetten in die Gemeinde Killwangen.

Die Befürworter der Limmattalbahn wiegen sich in falscher Sicherheit. Tipp: Kämpfen, bevor es zu spät ist.

Welche Wohltat wäre es, würden sich alle so engagieren wie die Limmattalbahngegner! Derweil verhalten sich die Befürworter ruhig, murmeln vielleicht, dass die kantonale Initiative nicht gültig sein wird oder dass die Gegner sowieso auch die zweite Abstimmung verlieren. Stattdessen sollten die Befürworter erkennen, dass die Gegner nicht krude Bahn-Hasser sind, sondern sich der Dietiker und nicht der kantonalzürcherischen Mehrheit der Abstimmung im Jahr 2015 verpflichtet fühlen.

Das Argument, dass das Limmattal die Bahn doch gar nicht will, wird so manchen Dübendorfer oder Eglisauer dazu verleiten, sie bachab zu schicken und das viele Geld woanders zu investieren – auch wenn etwa in der Stadt Dietikon gerade mal 3263 von damals über 26 500 Einwohnern den Nein-Zettel einwarfen. Die Anzahl demokratiemüder Nicht-Abstimmer und nicht stimmberechtigter Steuerzahler wird sich der Dübendorfer nicht anschauen.

Die Befürworter sollten erkennen, dass man einen Abstimmungskampf verliert, wenn man ihn nicht kämpft, erst recht, wenn man die Behörden- und Wirtschaftsseite vertritt. Darum, Befürworter, falls es euch mit dem überkantonalen Bahnprojekt ernst ist: ab in den Ring!

Erreicht die Generation, für die die Bahn gebaut wird, damit sie abstimmt, wenn es so weit ist. Und vor allem: Zeigt dem Volke, wie das Wachstum, auf das sich die Bahn positiv auswirken soll, dem Arbeiter zugutekommt, der sich zu Recht mehr für den eigenen Lohn als den Finanzbericht irgendwelcher Immobilien-Haie interessiert. Tönt populistisch? Willkommen im Abstimmungskampf.

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