Limmattal

VPOD fordert Abgang von Andreas Herren als Spitaldelegierter

Andreas Herren: «Ich stehle mich nicht aus der Verantwortung»

Andreas Herren: «Ich stehle mich nicht aus der Verantwortung»

Urdorfs Gesundheitsvorstand Andreas Herren darf die Gemeinde nach der Abstimmungsniederlage nicht mehr in der Delegiertenversammlung des Spitalverbands vertreten – fordert der VPOD. Herren lehnt mit Verweis auf seinen gesetzlichen Auftrag ab.

Der VPOD fordert nach der historischen Niederlage des Urdorfer Gemeinderats in der Spitalabstimmung personelle Veränderungen. Gesundheitsvorstand Andreas Herren, der die Vorlage zusammen mit Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner und Finanzvorstand Thomas Hächler vertreten hatte, dürfe nicht mehr Gemeinde-Delegierter im Spitalverband Limmattal bleiben. Er könne nach den «eindrücklichen Mehrheitsverhältnissen» an der Gemeindeversammlung vom letzten Mittwochabend nämlich nicht mehr «im Namen der Urdorfer und Urdorferinnen auftreten». Dies schreibt Christoph Lips vom VPOD in einem Communiqué.

Der Gemeinderat war mit seinen Anträgen, aus dem Spitalverband Limmattal auszutreten und auch die neuen Spitalstatuten abzulehnen, grandios gescheitert. Der VPOD wirft dem Gemeinderat noch Tage später vor, mit «Tricks, Angstmachereien und Verwirrspielen» operiert zu haben. Tatsächlich aber war die Debatte im Vorfeld der Abstimmung auf beiden Seiten des Meinungsspektrums immer wieder emotional gefärbt gewesen.

Der VPOD fordert nun von Andreas Herren, das «verantwortungsvolle Amt» einer Persönlichkeit abzutreten, welche die «tatsächlichen Interessen der Urdorfer Bevölkerung und des Spitals Limmattal vertritt».

Andreas Herren selbst lehnt einen Rücktritt als Spitaldelegierter aus zwei Gründen ab, wie er gestern auf Anfrage erklärte. Erstens habe er als Gesundheitsvorstand einen gesetzlichen Auftrag, als Delegierter im Spitalverband zu amten, und zweitens wolle er sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Der Gemeinderat sei ja nicht gegen das Spital an sich gewesen, deshalb könne er seine Funktion auch weiterhin ausüben.

Urdorf stellt im Spitalverband 2 von insgesamt 25 Delegierten. Er hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, sich von nun an wieder voll und ganz in den Dienst des Spitals zu stellen.

Komitee: «Ein klares Zeichen»

Auch das Komitee «Urdorf braucht das Limmi» meldet sich per Communiqué. Es hatte sich für einen Verbleib Urdorfs im Spitalverband und für ein Ja zu den Statuten eingesetzt. In der Mitteilung heisst es wörtlich: «Die Urdorfer Stimmbürger haben zur Kenntnis genommen und verstanden, dass sich das Limmi in einer ganz neuen Konkurrenzsituation befindet, der sich das Spital auch stellen will.» Das gelinge jedoch nur, wenn es als Arbeitgeber attraktiv bleibe. Dazu brauche es eine stabile Trägerschaft inklusive Urdorf. Mit dem Ja zum Spital hätten die Urdorferinnen und Urdorfer «ein klares Zeichen für das Spital Limmattal» gesetzt.

Meistgesehen

Artboard 1