Ein Familiengartenpächter erbaute auf seiner Parzelle südlich des Rütirains in Schlieren eine Baracke. Das blieb nicht unbeachtet und rief die Baupolizei auf den Plan, denn der Pächter handelte ohne eine Bewilligung. Bausekretär René Schaffner erklärte auf Anfrage, dass der «fehlbare Pächter» ein Schreiben wegen Bauens ohne Bewilligung erhalten habe. Es bleiben ihm nun gemäss gängiger Rechtspraxis rund 30 Tage Zeit, um die Baracke abzureissen oder bei der Stadt ein entsprechendes Gesuch einzureichen.

Es kommt immer wieder vor, dass einigen Pächtern die Vorschriften für Schrebergärten nicht bewusst sind. So hält die Baupolizei in Schlieren in ihrer Gebührenordnung genau fest, wie die Regeln für das Errichten von Gartenhäusern in Schrebergartenanlagen lauten. Ein Baugesuch für solche ist leicht einzureichen; es handelt sich dabei um sogenannte «Projekte ohne Vorprüfung». Die Kosten - inklusive der Abnahme - betragen bei der Stadt Schlieren 120 Franken.

Aber nicht nur das Bauwesen, sondern auch Vereine, die sich Schrebergärten verschreiben, setzen auf eine Gartenordnung. So hält beispielsweise der Familiengarten-Verein «In den Weinreben» in Dietikon, der seit über 50 Jahren besteht, diese genau fest. Neu- und Umbauten sowie Biotope und generell alle Veränderungen sind bewilligungspflichtig. Liegt keine Bewilligung vor, kann die Neuerung auf Anweisung des Vorstandes wieder entfernt werden. Selbstverständlich sind neben der Bewilligung auch die Grösse, der Umfang oder das Material genau vorgeschrieben.

Anders kann es aber bei einem temporären Bau, dem sogenannte «Tomatenhaus», sein. Auch hier hat der Verein aus Dietikon eine klare Lösung: Ein definitiver Bau ist baubewilligungspflichtig, ein provisorischer hingegen ist im Zeitraum von 1. April bis zum 30. November zulässig.