Weiningen
Vorbereitungen für Gubristausbau vorerst fertig

Erst nach Abschluss der Beschwerdeverfahren trifft der Bund im Gebiet Chübelacher weitere Massnahmen. Das Astra, will auf dem Gebiet einen Obstbaumhain pflanzen. Allerdings wird dies erst nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgen.

Sandro Zimmerli
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Nach dem Abriss der Häuser heisst es warten.

Nach dem Abriss der Häuser heisst es warten.

Von den beiden Häusern, die seit 2010 an der Zürcherstrasse 57 und an der Chübelackerstrasse 6 in Weiningen leer standen, ist nichts mehr übrig. Sie wurden dieses Jahr vom Bundesamt für Strassen (Astra) abgerissen, weil die betroffenen Parzellen im Bereich der für den Ausbau der Nordumfahrung vorgesehenen Baugrube für die dritte Röhre des Gubristtunnels liegen.

Obschon noch immer nicht klar ist, wann mit dem Bau der dritten Tunnelröhre begonnen wird, sei der Rückbau der Gebäude aus Sicherheitsgründen bereits vor den Bauvorbereitungen zum Ausbau der Nordumfahrung erfolgt, heisst es nun beim Astra auf Anfrage.

Warten auf das Urteil

Mit den Bauarbeiten zum Ausbau der Nordumfahrung kann das Astra frühestens zwei Jahre nach Abschluss der Beschwerdeverfahren und rechtskräftiger Plangenehmigung starten. Gegen die Plangenehmigung, die das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation am 31. Januar 2012 erteilt hatte, sind Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen. So kämpft die Gemeinde Weiningen auf diesem Weg für eine 270 Meter lange Überdeckung der Autobahn beim Westportal. Die Behandlung der Beschwerde ist noch nicht abgeschlossen.

Damit sind die Vorbereitungsarbeiten im Gebiet Chübelacher fürs Erste abgeschlossen. «Im Gebiet sind bis nach Abschluss der Beschwerdeverfahren und dem Vorliegen der rechtskräftigen Plangenehmigungsverfügung keine weiteren Vorbereitungsarbeiten vorgesehen», so das Astra (siehe Box). Die Parzellen im Eigentum des Bundes würden vom Astra unterhalten.

Gebiet wird bepflanzt

Klar ist, dass das rund eine Hektare grosse Stück Land nicht überbaut werden kann, obschon es sich in der Bauzone befindet. Das Astra, will auf dem Gebiet einen Obstbaumhain pflanzen. Allerdings wird dies erst nach Abschluss der Bauarbeiten erfolgen. «Es ist vorgesehen, das Gebiet nach Fertigstellung der dritten Röhre gemäss den im öffentlich aufgelegenen Ausführungsprojekt definierten Grundsätzen der landschaftspflegerischen Begleitplanung zu bepflanzen», hält das Astra fest. Die Details würden in den kommenden Projektphasen ausgearbeitet.

Neben dem Abbruch der Häuser in Weiningen sind auch auf der anderen Seite des Gubristtunnels erste Vorbereitungsarbeiten im Gang. «Zurzeit laufen archäologische Sondiergrabungen, die naturgemäss immer vor den Bauarbeiten durchgeführt werden müssen», so das Astra. Im weiteren sei es möglich, beziehungsweise nötig, vor dem eigentlichen Baubeginn Werkleitungen wie beispielsweise Erdgastransportleitungen umzulegen.

Bei den Ausgrabungen handelt es sich bereits um die dritte Etappe. Sie finden auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern in Regensdorf-Watt statt. Dort wird später der vorübergehende Installationsplatz für den Ausbau der Autobahn eingerichtet.

Bei den ersten beiden Ausgrabungen in den Jahren 2010 und 2012 wurden Überreste von eisenzeitlichen Gräbern, römischen Grabmonumenten sowie prähistorischen und römischen Siedlungen gefunden. Zudem kamen ein Weg und Strassenreste aus römischer Zeit und dem Hochmittelalter zum Vorschein.