Weiningen

Vonlanthen, Sesa & Co. drücken der Schweiz in Weiningen die Daumen

Johan Vonlanthen und Yassin Mikari mit zwei Samichläus(inn)en

Johan Vonlanthen und Yassin Mikari mit zwei Samichläus(inn)en

Im Gasthaus Löwen fand zum «Samichlaustag» eine besondere Überraschung statt: In der neu renovierten Bar wurde die WM-Auslosung aus Brasilien live übertragen. Auch prominente Kicker liessen sich den Abend nicht entgehen.

Vielleicht wurde in der «Leue»-Bar an diesem Abend ein Bubentraum wahr: Ein wichtiger Fussball-Event, gepaart mit einer «Samichlaus»-Party. Bei ausgelassener Stimmung liessen es sich die Gäste bei Wein und Zigarren so richtig gut gehen, denn die Weininger Bar ist zugleich ein Fumoir.

Dank der ausgeklügelten Lüftungsanlage ist sie dennoch nie verraucht. Verziert mit glitzernden Weihnachtssternen und massenweise Erdnüsschen, erweist sie sich als gemütliche Trinkstätte.

Auslosung auf drei Flachbildschirmen

Die Bardame Paula präsentierte sich bereits im Kostüm einer Weihnachtselfe und dürfte besonders die vielen Herrenrunden in ihren Bann gezogen haben.

Auf drei grossen Flachbildschirmen war zu sehen, wie in Brasilien die WM-Show eröffnet wurde und Fifa-Papst Sepp Blatter zusammen mit der Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, die Bühne betrat.

So richtig interessierte das aber niemanden und ein Blick ins ferne Saalpublikum in Brasilien verriet, dass es in Weiningen einen Tick angenehmer sein musste als in einem Raum voller ernster Fussball-Funktionäre.

«Wir wollen etwa zweimal im Monat einen Anlass in unserer Bar durchführen und uns damit auch von den üblichen Partys in Zürich abheben», erzählte ein gut gelaunter Philipp Strittmatter, Delegierter des Verwaltungsrats der Gastro Löwen AG.

So füllte sich die Bar schnell mit beachtlicher Fussballprominenz. David Sesa, ehemaliger Stürmer, und Martin Andermatt, heutiger Trainer, können beide auf eine gloriose Karriere auf dem Rasen zurückblicken. Angeführt wurden sie von «Blick»-Journalist Michael Wettstein, der die Chance für ein öffentliches Interview nutzte.

Bei der Schweizer Gruppe geht ein Raunen durch die Bar

Die Fussballprofis punkten mit ehrlichen Ansagen. «Die Schweiz wird diese WM nicht gewinnen, aber sie ist eine gute Mannschaft, denn an der WM sind alle Mannschaften top», sagte David Sesa.

Martin Andermatt wagte sogar eine Prognose und sieht die Nati die Vorrunde überstehen. Wenig später traten aktuelle Fussballstars auf: Johan Vonlanthen vom Grasshopper Club Zürich und Yassin Mikari vom FC Luzern gaben sich die Ehre, gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn der Moment der Auslosung war gekommen.

Selbst renommierte Fussballkenner bezeichnen dieses Prozedere als kompliziert und leidlich spannend. Und so spielt die Schweiz im nächsten Sommer in einer Gruppe, die ein Raunen durch die Bar gehen liess.

Als Gegner warten Frankreich, Ecuador und Honduras, mit denen die Schweizer Mannschaft seit 2010 noch eine Rechnung offen hat. Und während Alain Sutter todschick über den Bildschirm flimmerte, wurde in Weiningen darüber diskutiert, ob die Nati nun buchstäblich ein «leichtes Spiel» habe.

Martin Andermatt gab zu bedenken, dass es wichtig sei, positiv und optimistisch zu sein, dabei aber nicht die Demut zu verlieren. «Die Vorrunde wird eine Pflichtübung sein, aber der Einzug ins Viertelfinale halte ich für möglich.»

Mittlerweile war die Live-Schaltung beendet und aus der Musikbox tönte Boney M. Der DJ war bereits am Werk und die «Samichlaus»-Party hatte offiziell begonnen. Sie sollte noch bis tief in die Nacht hinein dauern.

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