Oberengstringen

Visionen im Masterplan warten auf Konkretisierung

Neugestaltung des Dorfplatzes soll noch 2014 angegangen werden.

Neugestaltung des Dorfplatzes soll noch 2014 angegangen werden.

«Wir wollen etwas bewegen im Dorf. Der Gemeinderat kann das aber nicht alleine», sagte Oberengstringens Gemeindepräsident André Bender mit Blick auf den Masterplan für das Dorfzentrum

Dieser wurde gestern der Öffentlichkeit präsentiert. Mit seiner Aussage wollte der Gemeindepräsident darauf hinweisen, dass es sich beim Masterplan lediglich um Visionen, und nicht um festgeschriebene Projekte, handelt. «Sicher ist, dass der Souverän bei all den potenziellen Projekten das letzte Wort haben wird», so Bender.

An Ideen, wie das Dorfzentrum weiterentwickelt und letztlich attraktiver gestaltet werden könnte, mangelt es nicht. Für die Umsetzung der im Masterplan enthaltenen Vorschläge ist jedoch eine Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) notwendig. Laut Bender ist dies eine der wichtigsten Erkenntnisse der Planungen. Um zügig vorwärtszukommen, will sich der Gemeinderat deshalb schon dieses Jahr an die Überarbeitung der BZO machen. Bis diese der Gemeindeversammlung zur Genehmigung unterbreitet werden kann, wird es zwei bis drei Jahre dauern.

Einiges Verdichtungspotenzial

Nötig ist eine Revision der BZO vor allem deshalb, weil aus dem Masterplan hervorgeht, dass es rund um das Zentrum einige Baufelder gibt, die das Potenzial zur Weiterentwicklung und zur Verdichtung haben. Solche liegen beispielsweise südlich und südöstlich des Zentrums. Ein anderes Entwicklungsgebiet befindet sich Im Winkel. Auch im Zentrum und im Gemeindehaus könnte durch Aufstockungen mehr Platz geschaffen werden. «Auch nördlich der Zürcherstrasse, beim Schulareal, ist Potenzial vorhanden. Dort liesse sich beispielsweise ein Neubau realisieren, der unter anderem für Wohnen im Alter genutzt werden könnte», so Bender. Allerdings gebe es dafür noch kein konkretes Projekt.

Kosten von 14,2 Millionen Franken

Sicher ist hingegen, dass der Gemeinderat noch dieses Jahr das Projekt zur Neugestaltung des Dorfplatzes angehen will. Der Zeithorizont für die Umsetzung ist vorerst auf vier Jahre ausgelegt. Zentraler Punkt ist die Öffnung des Platzes in alle Richtungen. Gemäss Plan könnte der Platz neu auch über einen Durchgang zwischen dem Gemeindehaus und dem Zentrum erreicht werden. Ein anderer Weg würde über die Rampe bei der Einfahrt zur Tiefgarage führen.

Klar scheint zudem, dass die Neugestaltung des Dorfplatzes nicht in einem grossen, sondern wohl in Teilprojekten realisiert wird, da einige Projekte abhängig von der Neugestaltung der Zentrumskreuzung sind. «Wir gehen davon aus, dass mit der Neugestaltung der Kreuzung frühestens 2018 begonnen wird», sagte Bender. Zuerst werde der Kanton den Strassenabschnitt von Unterengstringen bis zur katholischen Kirche erneuern.

Für die Umsetzung all dieser Vorhaben rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 14,2 Millionen Franken. Allerdings würde der Neubau des Schulhauses Gubrist alleine 11,4 Millionen Franken kosten. «Mit den Planungen für die Neugestaltung der Schulanlage werden wir aber frühestens 2018 beginnen», so Bender.

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