Bergdietikon

Viertelstundenschlag zwischen 22 und 6 Uhr definitiv ausschalten

Reformierte Kirche Bergdietikon.

Reformierte Kirche Bergdietikon.

Die reformierte Kirchenpflege hat entschieden, den Viertelstundenschlag zwischen 22 und 6 Uhr definitiv auszuschalten.

Eine wachsende Zahl der Bergdietiker Bevölkerung fühlt sich durch den vollen nächtlichen Glockenschlag gestört. Das schliesst die reformierte Kirchenpflege aus zahlreichen Rückmeldungen, die aus der Bevölkerung bei ihr eingegangen sind. Darum hat sie an ihrer Sitzung vom vergangenen Dienstag beschlossen, den Viertelstundenschlag zwischen 22 und 6 Uhr definitiv auszuschalten.

Der nächtliche Viertelstundenschlag war seit Mitte September bereits testweise abgeschaltet worden, nachdem sich im Sommer Anwohner bei der Kirchenpflege beschwert hatten. Während der Testphase hat die Kirchenpflege Rückmeldungen aus der gesamten Bevölkerung entgegengenommen und nun aufgrund des entstandenen Stimmungsbilds entschieden. Wie während der Testphase werden die Glocken nachts in Zukunft also nur zur vollen Stunde schlagen.

«Der Entscheid ist ein Kompromiss, wir erachten ihn aber als eine gute Lösung», sagt Silvia Ruch, Präsidentin der Kirchenpflege. «Bis auf ein paar wenige sind nun auch diejenigen Anwohner, die sich durch den Glockenschlag zur vollen Stunde gestört fühlten, mit dem reduzierten Glockenschlag zufrieden.» Die Befürworter des vollen Glockenschlags waren in der Minderheit.

Beim reduzierten Glockenschlag erklingt zur vollen Stunde jeweils eine Anzahl Schläge, die der aktuellen Uhrzeit entspricht. Die Viertelstundenschläge – ein Schlag um viertel nach bis zu vier Schläge zur vollen Stunde – entfallen.

Laut den Rückmeldungen aus der Bevölkerung besteht also ein Unterschied in der Wahrnehmung der unterschiedlichen Glockenschläge. Dass der Viertelstundentakt von direkten Anwohnern als störender empfunden wurde, führt Ruch auch auf den unterschiedlichen Klang der Glockenschläge zurück: «Der Viertelstundenschlag klingt höher und greller und wird darum eher als störend wahrgenommen.»

Die Kirchenpflege sei sich bewusst, dass insbesondere alteingesessene Bergdietikerinnen und Bergdietiker mit dem Entscheid möglicherweise nicht einverstanden sind, so Ruch. «Wir hoffen jedoch auf deren Verständnis.»

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