Spital Limmattal
Vier Teams entwerfen den Neubau des «Limmi»

Das Neubauprojekt ist einen Schritt weiter – jetzt beginnt die Angebotsphase. Beworben haben sich sechs Totalunternehmer, vier sind dabei: Implenia aus Dietlikon, Marti aus Bern mit BAM aus Stuttgart, HRS Real Estate und Losinger Marazi aus Zürich.

Bettina Hamilton-Irvine
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Soll bis 2018 durch einen Neubau ersetzt werden: Das Spital Limmattal.

Soll bis 2018 durch einen Neubau ersetzt werden: Das Spital Limmattal.

MU

Es war sozusagen ein glücklicher Zufall, dass genau vier Teams die vorgegebenen Eignungskriterien optimal erfüllen, um in der Ausschreibung für den Neubau des Spitals Limmattal eine Runde weiter zu kommen. Denn laut Max Walter, Präsident der Baukommission des Spitals Limmattal, ist das eine ideale Anzahl von Teams, um die nächste Phase zu bestreiten: «So haben wir eine gute Auswahl und trotzdem haben auch die Bewerber alle eine reelle Chance.»

Entscheidend war die Erfahrung

Beworben hätten sich insgesamt sechs Totalunternehmer, sagt Walter. Im Rahmen der funktionalen Ausschreibung für die Planung und Realisation des Spitalneubaus hatten sie einen Monat Zeit, um Spezialistenteams zusammenzustellen und in den Bewerbungsunterlagen nachvollziehbar ihre Leistungsfähigkeit darzulegen. Gelungen ist dies den folgenden Unternehmen: Implenia aus Dietlikon, Marti aus Bern mit BAM aus Stuttgart, HRS Real Estate aus Zürich und Losinger Marazi aus Zürich.

Die Auswahl sei dem Beurteilungsgremium nicht schwergefallen, sagt Walter: «Die vier Bewerber sind ziemlich deutlich obenaus geschwungen.» Überzeugt hätten vor allem die Erfahrung sowie die Zusammensetzung der Teams, erklärt Walter: «Nur wer viel Erfahrung mitbringt, kommt bei einem Spitalneubauprojekt in unserer Grösse und Art infrage.» Diese Erfahrung hätte den beiden Teams, die nun nicht in die Kränze kommen, gefehlt.

Ab Februar 2012 haben die Teams der vier auserkorenen Totalunternehmer sieben Monate Zeit, um ein gesamtes Spital zu entwerfen und bis zu einem bewilligungsfähigen Projekt zu entwickeln. Geplant werden muss in dieser Zeit die gesamte Infrastruktur eines modernen Akutspitals mit definiertem Leistungsauftrag und einem Investitionskostenrahmen von 215 Millionen Franken.

Das ist eine Herausforderung für alle involvierten Teams – und nicht zuletzt auch eine finanzielle Investition. Walter schätzt, dass sich der Aufwand pro Team auf rund eine Million Franken belaufen wird. Gewählt wird jedoch letztlich nur ein Team, welches das neue Spital bauen kann. Als Entschädigung winkt den anderen drei Unternehmen lediglich ein «Zustupf» an ihre Arbeit in der Höhe von 100000 Franken. Dies bedeutet laut Walter auch, dass sich nur Bewerber an der Ausschreibung beteiligen, die «eine vernünftige Chance» haben, auch gewählt zu werden.

Gut im Fahrplan

«Nun geht es zügig weiter», sagt Walter. Eingereicht werden müssen die Projekte bis Ende August 2012. Das Siegerteam soll bis Ende Dezember 2012 feststehen. Er hoffe, dass bis spätestens im Frühling 2013 die Vergaben gemacht werden können, so Walter. Vorausgesetzt, das Stimmvolk sagt im Juni 2013 Ja zum neuen Spital, könnte dieses im Idealfall 2018 bezugsbereit sein. «Wir sind bis jetzt gut im Fahrplan», sagt Walter.