Unterengstringen
«Viele wollen ihre Tattoos wieder loswerden»

Die Firma Skin-deep Cosmetics AG sucht nach Geldgebern – bisher erfolglos. Die Unterengstringer Firma arbeitet seit 2004 an der Entwicklung einer Möglichkeit, Tattoos mithilfe von rein pflanzlichen Wirkstoffen aus der Haut zu entfernen.

Florian Niedermann
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Skin-deep Cosmetics AG will Tattoos natürlich entfernen. Martin Töngi

Skin-deep Cosmetics AG will Tattoos natürlich entfernen. Martin Töngi

Nach ersten Erfolgen anhand von Selbstversuchen wandte man sich an ein Labor, welches damit beauftragt wurde, die Wirkstoffe zu perfektionieren und professionell zusammenzustellen (die az Limmattaler Zeitung berichtete). Das Problem, welches sich der Firma und ihren Partnern bis heute stellt, ist, dass kein Investor gefunden werden kann, der bereit wäre, die Weiterentwicklung des Produkts und die Produktion zu finanzieren.

In Entwicklung zurückgeworfen

Dass ihre Suche nach Geldgebern bislang erfolglos blieb, habe mitunter auch damit zu tun, dass sie potenziellen Investoren oder Forschungspartnern noch keine exakte Formel mit Dosierungsangaben zu den Inhaltsstoffen präsentieren könnten, wie Andreas Lakatos, CEO bei Skin-deep Cosmetics AG, sagt. Diese Formel würde als Basis für die Weiterentwicklung des Produkts dienen. «Zur Herstellung eines solchen Rezepts haben wir seinerzeit deshalb ein externes Labor beauftragt.»

Skin-deep Cosmetics AG trennte sich jedoch im Streit vom Partner, der mit der Laborarbeit beauftragt worden war. Dieser habe darauf die Herausgabe der bis zum Trennungszeitpunkt erzielten Forschungsfortschritte verweigert, und verlauten lassen, dass die Resultate der Laborversuche nicht aufgezeichnet worden seien, so Lakatos. «Das hat uns in der Entwicklung natürlich zurückgeworfen.» Mit ausreichend finanziellen Mitteln und entsprechender Forschungsausrüstung sei die Formel aber wieder herleitbar. Der ehemalige Partner war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Mit Swissness überzeugen

Von der wirtschaftlichen Rentabilität ihres Produkts ist Lakatos noch heute überzeugt: «Viele Leute wollen – angesichts des allgemeinen Trends zur Natürlichkeit – ihre Tattoos wieder loswerden. Der Markt ist also riesig.»

Die Entfernungsmethode, welche Skin-deep Cosmetics entwickelt, sieht vor, dass rein pflanzliche Wirkstoffe unter die Haut tätowiert, und anschliessend samt der Farbpigmente über ein gasdichtes Pflaster herausgelöst werden. «Nach der zweiten Anwendung dieser Methode sollte das Tattoo schliesslich gänzlich verschwunden sein», erklärt Lakatos. Diese Methode biete gegenüber der Laserbehandlung den Vorteil, dass sie nur einen Drittel davon koste, und dabei keine Narben oder Pigmentschäden entstehen könnten.

Swissness

Da auf dem Gebiet der Tattoo-Entfernung schon viel Schindluderei betrieben worden sei, wolle man das Produkt im Falle einer Marktlancierung von unabhängigen Labors auf seine Wirksamkeit prüfen lassen, so Lakatos. «Ein solches Label ist uns sehr wichtig. Wir wollen die Kunden mit Swissness von unserem Produkt überzeugen, und signalisieren, dass es sich um eine seriöse Methode handelt.»