«Samichlaus, ich han dich ja scho au gern – trotzdem bin ich aber no vill de grösser Schmutzli-Fan», erzählte ein Junge keck bei der Waldhütte Ettenberg. Der Samichlaus zeigte sich ab so viel Fantasie erheitert, blickte aber prüfend zu seinem in Braun gekleideten Assistenten, was natürlich bei den Hunderten von Besuchern ein heiteres Schmunzeln auslöste.

Pünktlich um 17 Uhr sah man schon von weitem die Laternenlichter zwischen den Bäumen aufblitzen und bei Alessio, Aurora und Safia stieg die Anspannung, ja vielleicht machte sich, wie bei anderen Kindern auch, doch eine gewisse Nervosität breit. Die herrliche Wintersonne hatte sich gerade über den Baumwipfeln verabschiedet, als der Samichlaus mit seiner Gefolgschaft winkend bei der Waldhütte Ettenberg ankam und natürlich herzlichst begrüsst wurde.

Weit über 20 Jahren in der Hütte

wenn er jeweils die vielen Kinder in den Gemeinden Birmensdorf, Aesch und Uitikon besucht. Bei über zweihundert Kindern, die mit ihren Eltern zur Ettenberg Hütte pilgerten, brauchte der Samichlaus natürlich auch Unterstützung. Doch der richtige Samichlaus in seiner wunderschönen roten Kutte und dem langen weissen Bart wurde natürlich von allen auf Anhieb erkannt.

«De Summer chunnt, de Summer chunnt, de Summer isch cho, jetzt chömer go bade, da simmer doch froh. Doch bald chunnt scho de Herbscht dehär, wänn’s doch nur immer no Hochsummer wär», erzählte Nino dem Samichlaus. Auch mit einem sommerlichen Gedicht erhielt Nino natürlich auch eines der heiss begehrten Chlaussäckli – prall gefüllt mit Mandarinen, Nüssen, Guetzli und Schokolade.

Viele Sprüchlein geübt

Obwohl Lynn mit ihren achtzehn Monaten auf den Armen von Papa Patrick Bosshard ganz sicher war, traute sie dem Mann mit dem roten Gewand und dem weissen Bart nicht so richtig. Und so verzichtete sie diesmal dann doch auf einen Händedruck vom bärtigen Mann. Andere, natürlich etwas grössere Kinder hatten da weitaus weniger Berührungsängste. Lara (5) sang dem Samichlaus ein Lied vor und auch Alessandro (5) erzählte auswendig ein schönes Sprüchlein, welches er mit seinen Eltern oft geübt hatte.

Weitaus mehr Mühe hätten da die Eltern, wie ein spontaner Test zeigte. «Saminigginäggi hinder em Ofe stecki, gimmer Nuss und Bire, dänn chummi wieder füre», wusste Oliver Midendorp dann doch zu erzählen. Da hatte Mama Graziana (54) schon viel mehr Mühe und kapitulierte mit einem charmanten Lächeln. Während der Samichlaus in den kommenden Tagen persönlich alle Kinder in den umliegenden Kindergärten besucht, machen die 1.-Klässler einen Ausflug in die Ettenberg-Hütte. Und jedes Kind, welches zu Hause vom Samichlaus besucht wird, bekommt sogar pünktlich auf seinen Geburtstag auch noch eine Geburtstagskarte.