Dietikon

Viele Fragen drehten sich rund um den Verkehr

Das Inventar schutzwürdiger Bauten soll bis Mitte 2017 aktualisiert werden.

Das Inventar schutzwürdiger Bauten soll bis Mitte 2017 aktualisiert werden.

In der parlamentarischen Fragestunde musste der Dietiker Stadtrat Red und Antwort stehen. Folgend eine Auswahl der Themen, die zur Sprache kamen.

1 Die Liste schützenswerter Bauten wird aktualisiert

Lucas Neff von den Grünen interessierte sich für die Liste von inventarwürdigen Bauten, welche die Stadt führt. «Wie gedenkt der Stadtrat diese Liste Privaten zugänglich zu machen, damit sie nicht vergebens Investitionen tätigen, sei es beim Kauf einer Liegenschaft oder einer Neuplanung?», formulierte er. Neff ist hautnah Betroffener, seit er im November letzten Jahres eine Villa, die in diese Liste aufgenommen werden sollte, kurzerhand abreissen liess. Die strafrechtlichen Folgen in dieser Sache sind noch ungeklärt. Stadtpräsident Otto Müller antwortete für die entschuldigte Hochbauvorsteherin Esther Tonini, dass das städtische Inventar schutzwürdiger Bauten momentan bis Mitte 2017 aktualisiert wird. Erfährt die Hochbauabteilung zwischenzeitlich von Baumassnahmen an einem Objekt, das auf einer provisorischen Liste steht, wird in Absprache mit der Baukommission und dem Stadtrat vorgegangen. Bestätigen Abklärungen eine Schutzvermutung, sucht die Hochbauabteilung das Gespräch mit der Bauherrschaft. Das bereits festgesetzte Inventar ist bei der Hochbauabteilung einsehbar.

2 Umstrittene Kreuzung ist baulich in Ordnung

Michael Segrada (FDP) hat von seiner Wohnung aus einen seiner Meinung nach vor allem für Fussgänger und Velofahrer gefährlichen Verkehrspunkt im Blick, den er entschärft sehen will: an der Ecke Berg- / Badener- / Zentralstrasse beim Rechtsabbiegen auf die Zentralstrasse auf der Seite des alten Zollhauses. Gemäss Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi ist aber eine Entschärfung weder möglich noch nötig. Bei der Badenerstrasse handelt es sich um eine Staatsstrasse, für die der Kanton zuständig ist. Nach einem vor kurzem passierten Unfall wurde die Situation vor Ort begutachtet. Es sei kein Mangel feststellbar gewesen, so Illi

3 Rechtsvortritt auf die Steinmürlistrasse in fünf Jahren

Anton Felber (SVP) würde am liebsten sofort den Rechtsvortritt von der Gyrhalden- auf die Steinmürlistrasse umgesetzt sehen, um den Bus aus dem Weinberg-Quartier sowie den Verkehr aus der Studacher- und Badstrasse zu priorisieren. Otto Müller musste ihn am Donnerstag aber noch um Geduld bitten. Momentan sei die Steinmürlistrasse noch eine Route für Ausnahmetransporte. Erst wenn diese im Zuge der Zentrumsentlastung durch die Limmattalbahn auf die Achse Bernstrasse / Überlandstrasse verlegt werden können, würden die Massnahmen an der Steinmürlistrasse realisiert werden. Zeithorizont: etwa fünf Jahre.

Die Website der Stadt Dietikon soll im Herbst in neuem Kleid erscheinen.

Die Website der Stadt Dietikon soll im Herbst in neuem Kleid erscheinen.

4 Neue städtische Homepage kommt im Herbst

Angekündigt ist sie schon länger, jetzt wollte Konrad Lips (SVP) wissen, wann denn nun die modernisierte, attraktivere Dietiker Internetseite online geht. Gemäss Otto Müller soll es im Herbst so weit sein. Bis dahin wird sie auf den neusten Technik- und Designstand gebracht. Er kündigte an, dass es dann auch neue Angebote wie Newsletter und Reminder-Dienste geben werde und soziale Medien wie Facebook und Twitter integriert würden.

5 Keine Antwort zum Erwerb der Limmattalbahn-Immobilien

«Wie weit ist der Immobilienkauf in Hinsicht auf den Bau der Limmattalbahn schon getätigt beziehungsweise gesichert?» Das wollte Eveline Heiniger (SVP) vom Stadtrat wissen. In seiner Antwort bat Otto Müller um Verständnis, dass er über laufende Verhandlungen nicht informieren könne.

6 LTB-Rollmaterial soll modernen Standards entsprechen

Das Rollmaterial der Limmattalbahn wird behindertengerecht sein, so schreibe es das Gesetz vor, antwortet Otto Müller auf die Nachfrage von Ernst Joss (AL). Ebenso müssten die Lärmvorschriften erfüllt werden. Der Komfort werde den aktuellen hohen Standards bei Trams entsprechen.

Läuft alles gut, kann ab Herbst im Chrüzacher Kafee getrunken werden.

Läuft alles gut, kann ab Herbst im Chrüzacher Kafee getrunken werden.

7 Chrüzacher-Cafi startet im Spätherbst

Die Freizeitanlage steht vor baulichen Massnahmen. Cécile Mounoud (CVP) wollte wissen, wann diese abgeschlossen sind und das geplante Cafi in Betrieb gehen kann. Derzeit werden laut dem Stadtpräsidenten die Richtofferten eingeholt und die Kosten ermittelt. Im Nachgang kann ein Kreditantrag beim Stadtrat gestellt werden. Gibt es keine Einsprachen, kann der Umbau im Herbst über die Bühne gehen. Cafi-Eröffnung wäre dann im Spätherbst.

8 45 000 Franken für den Bruno-Weber-Park

In diesem und in den kommenden beiden Jahren wird die Stadt den Skulpturenpark mit je 15000 Franken fördern. Kantone, vielfach auch private Sponsoren, würden sich nur engagieren, wenn die Gemeinde sich auch beteiligt, antwortete Müller auf die Frage von Charlotte Keller (SVP). Die Gelder fliessen projektbezogen und gehen an die Stiftung. Sie sind vorgesehen für die Unterstützung von Projekten zur Erhaltung des Werkes von Bruno Weber. Im Jahr 2013 waren es mit 20 000 Franken auch schon mal mehr, in den Jahren 2011, 2012, 2014 und 2016 gab es gar keine Förderung durch die Stadt.

9 Auch kleine Veranstaltungen werden gefördert

Für die städtische Förderung von Kulturveranstaltungen gibt es keine Vorgabe bezüglich der Mindestbesucherzahlen. Das ergab die Antwort von Stadtpräsident Müller auf eine Frage von Jörg Dätwyler (SVP). Jedoch muss das Budget nachvollziehbar und detailliert sein. Ausserdem wird eine angemessene Eigenleistung erwartet. Bei der Prüfung werden aber auch die Kriterien Qualität, innovativer Ansatz, Finanzierung, Bedeutung, Wirkung und Nachhaltigkeit für die Bereicherung des kulturellen Lebens in Dietikon herangezogen. Veranstaltungen, die nur einer ganz eingeschränkten Personengruppe zugänglich sind, werden nicht unterstützt.

Lucas Neff (Grüne) fordert, dass der Langsamverkehr im Rahmen der Grossprojekte Limmattalbahn und Gubrist nicht vergessen geht.

Lucas Neff (Grüne) fordert, dass der Langsamverkehr im Rahmen der Grossprojekte Limmattalbahn und Gubrist nicht vergessen geht.

 

10 Langsamverkehr soll laufend nachgebessert werden

«Wie stellt der Stadtrat sicher, dass bei den aktuellen, massiven Strassenbauprojekten vom Kanton in Zusammenhang mit der Limmattalbahn und der Erweiterung des Gubristtunnels die Interessen der Fussgänger und Velofahrer von Dietikon berücksichtigt werden?» Für die Beantwortung von Lucas Neffs Frage musste Otto Müller weiter ausholen. Für die einzelnen Baustellen würden Umleitungskonzepte erarbeitet und unter den Beteiligten koordiniert. In diesem Prozess kann auch die Stadt ihre Anliegen bezüglich Langsamverkehr einbringen (wie bei der provisorischen Langsamverkehrsbrücke beim Neubau der Bahnüberführung Bernstrasse). Im Rahmen der Auflage der Strassenbauprojekte ist zudem jedermann zur Mitwirkung zugelassen.
Treten während laufender Strassenbaustellen Probleme bei der Führung des Langsamverkehrs auf, ist dagegen das Gremium der Verkehrskoordination gefordert. In dieser arbeiten die zuständigen Fachpersonen des Kantons, der beauftragten Fachplaner und Unternehmen sowie der betroffenen Gemeinden zusammen. Sie besprechen auftretende Probleme unter anderem auch bezüglich der Umleitung des Verkehrs und der Führung des Langsamverkehrs. Natürlich nehme auch die Stadt an diesen Koordinationssitzungen teil und sei dafür besorgt, dass die Umleitungen für alle Verkehrsteilnehmer optimal funktionierten, so Stadtpräsident Müller.

Knapp 60 Franken mehr hat die Stadt pro Jahr durch Bussen eingenommen als noch im Vorjahr.

Knapp 60 Franken mehr hat die Stadt pro Jahr durch Bussen eingenommen als noch im Vorjahr.

11 Pro Tag 60 Franken mehr durch Bussgelder

Im Jahr 2016 wurde die Dietiker Stadtpolizei durch zwei private Sicherheitsunternehmen verstärkt. Reto Siegrist (CVP) interessierte sich dafür, ob das auch zu einem Anstieg an Parkbussen geführt hat. Im ruhenden Verkehr seien durchschnittlich 1,92 Bussen pro Tag mehr ausgestellt worden, meinte Heinz Illi. Das führte zu einer Erhöhung des Bussenertrages um knapp 60 Franken pro Tag.

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