Schlieren
Viel Urchiges am Örgeliplausch in Schlieren

Im Stürmeierhuus glänzte die Grossformation Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren als Gastgeberin und musikalische Unterhalterin. Seit 22 Jahren lädt die Grossformation einmal im Jahr zum Örgeliplausch ein.

Senada Haralcic
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Örgeliplausch im Stürmeierhuus in Schlieren
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Die Schwyzerörgeligruppe Schlieren
Der Männerchor Schlieren bereicherte das Programm

Örgeliplausch im Stürmeierhuus in Schlieren

Senada Heralcic

Plausch wird an diesem Anlass grossgeschrieben: Ob Freude am Örgeli, an der Volksmusik oder an feinen Älplermagronen, Kuchen und Örgelikafi – die Musizierenden und die Zuschauer kamen auch dieses Jahr aus Freude an der Schweizer Tradition. Und so war auch das Motto des diesjährigen Örgeliplausch passend zum Anlass: «Spielen, weil Musik Freude macht».

Verschiedene Klein- und Grossformationen gaben ihr Können zum Besten. Allen voran die Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren. Seit 22 Jahren spielt die Grossformation und lädt jährlich einmal im November zum Örgeliplausch ein.

Lieber Konzerte als im Studio

Die Grossformation kann nach so vielen Jahren auf grosse Erfolge zurückblicken: «Wir haben jährlich drei bis vier Auftritte. Einmal waren wir bei ‹Hopp de Bäse› dabei, das war eine andere Welt», erzählt Richard Simon, der seit gut zehn Jahren in der Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren dabei ist. Unter dem ehemaligen musikalischen Leiter Beat Aebersold nahm die Grossformation zwei CDs auf: «Wir hatten 400 Stück, diese haben wir aber schnell verkauft», erzählt Simon. Auf die Aufnahmen im Tonstudio sei er stolz, trotzdem ziehe er Auftritte vor Publikum vor: «Das Studio ist immer gleich, die Zuschauer nicht», so der Oberengstringer.

Dabei ist es am Örgeliplausch nicht bei blosser Örgelimusik geblieben. Auf dem Programm stand auch der Männerchor Schlieren, und die Örgeler wurden bei ihren Auftritten von Schlagzeug und Kontrabass begleitet. Dabei zog eine Dame aus der Grossformation alle Blicke auf sich: Berti Lüthi spielte nicht nur begleitend Örgeli, zwischendurch sang und jodelte sie und mischte mit Klefeln – auch bekannt als Chlefeli – urchige Klänge in die teilweise eigenen Kompositionen der Schwyzerörgeli-Gruppe Schlieren. «Ich fühle mich sehr wohl auf der Bühne», erzählt die ursprüngliche Muotathalerin.