Urdorf
Viel Prominenz beim Festakt zum 40-Jahr-Jubiläum der Kanti Limmattal

Grosser Bahnhof am Abend in der Mensa der Kantonsschule Limmattal: Viele Prominenz war anwesend, um den 40. Geburtstag der jüngsten Kantonsschule im Kanton Zürich zu feiern.

Flavio Fuoli
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Festakt zum 40-Jahr-Bestehen der Kantonsschule Limmattal
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Nationalrat Hans Egloff
Zugreifen am kalten Buffett
Hans-Peter Haug, Gemeindepräsident Weiningen
Lehrer Matthias Kessler und Dietiker Gemeinderat Rochus Burtscher
Rektor Werner De Luca begrüsst alt Bundesrätin Elisabeth Kopp
Festgemeinde in der Mensa

Festakt zum 40-Jahr-Bestehen der Kantonsschule Limmattal

Flavio Fuoli

Nicht nur waren alle ehemaligen und aktuellen Rektoren zusammen, auch alt Bundesrätin Elisabeth Kopp, die alt Regierungsräte Markus Notter und Ernst Buschor, Nationalrat Hans Egloff, zahlreiche Kantons- und Lokalpolitiker sowie ein Teil der Lehrer- und Schülerschaft begingen die schlichte Feier.

Zugang zur Matur demokratisiert

In seiner Festansprache sagte Hauptredner Markus Notter, man könne nicht mehr von einer Mittelschule auf dem Land, sondern müsse von einer aus der Region sprechen. «Was heisst das», fragte er rhetorisch und antwortete: «Der Zugang zur Maturität wurde demokratisiert.» Die Nähe der Kantonsschule Limmattal sei nämlich ein wichtiger Faktor für die Zugänglichkeit. Denn: «Eine Kantonsschule strahlt in ihre Region aus, zum Beispiel mit Kultur, sie ist der Ort der wissenschaftlichen Bildung und das Zentrum der intellektuellen Auseinandersetzung. Lehrer und Schüler tragen ihr Wissen in die Region hinaus, in Institutionen, Familien und Vereine.» Das sei das vielleicht Entscheidende für das Verhältnis der Schule zur Region.

Alt Bundesrätin Elisabeth Kopp erklärte in ihrer Ansprache, die Sorgenkinder seien meist diejenigen, welche die Mutter am liebsten habe. Uns so sei es auch bei der KSL und ihr gewesen. 1973 amtete sie nämlich als Erziehungsrätin. Die Kantonsschule Freudenberg platzte aus allen Nähten. Weil man Angst hatte, der Kantonsrat würde einen Kredit für eine neue Schule nicht genehmigen, sei man auf die Idee der Filialschule gekommen. Das sei zwar suboptimal gewesen, aber der Zweck heiligte in diesem Fall die Mittel. «Es freut mich immer wieder, diese wunderbare Schule besuchen zu dürfen, sagte sie zum Schluss ihrer Rede.

«Offen für Neues»

Marie-Therese Müller, Vizepräsidentin der Schulkommission der KSL, betonte die Jugendlichkeit der Kanti aus einem ganz bestimmten Grund: «Sie ist jung, weil sie stets offen ist für Neues.»

Wie auch andere Redner sprach sie vor der Prominenz, die vielleicht dem Anliegen ein wenig Aufschub bringen könnte, die fehlende Aula und die zu ersetzenden zwei alten, dreissigjährigen provisorisch gebauten Turnhallen an. Weil sich die Kanti weiter entwickeln wolle, seien diese Wünsche bald zu realisieren.

Rektor Werner De Luca lobte die motivierten Mitarbeiter, welche es weiterhin brauche, um eine attraktive Schule bleiben zu können. Er lobte den offenen Austausch der Schule mit der Standort- und den umliegenden Gemeinden.

Grussworte überbrachten auch Sandra Rottensteiner, Gemeindepräsidentin von Urdorf und Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann, der erzählte, er sei selber mal Lehrer für Religion an der Kanti gewesen.