Dietikon

Videokameras sollen Litteringsünder und Vandalen endlich überführen

Videokameras sollen Litteringsünder überführen (Symbolbild)

Videokameras sollen Litteringsünder überführen (Symbolbild)

Eine Videoüberwachung soll das Litteringproblem der Stadt ein für alle Mal lösen. SVP-Gemeinderat Roger Bachmann fordert den Stadtrat auf, dem Gemeinderat ein Konzept zur Einführung der Videoüberwachung an neuralgischen Orten vorzulegen.

SVP-Gemeinderat Roger Bachmann will mittels einer Videoüberwachung gegen die Verschmutzung der Stadt vorgehen. Trotz Litteringverbot sei die Verschmutzung des öffentlichen Raums sowie angrenzender Privatgrundstücke ein grosses Problem, wie Bachmann in einem Postulat an den Stadtrat schreibt. Dieses Verbot erlaubt es der Stadtpolizei seit April 2008, Bussen für das Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall zu verteilen.

Kameras an «neuralgischen Orten»

Deshalb fordert Bachmann den Stadtrat auf, «dem Gemeinderat ein Konzept zur Einführung der Videoüberwachung an neuralgischen Orten vorzulegen.» Denn der Unrat in der Öffentlichkeit sorge bei der Bevölkerung für Unmut und bei der Werkabteilung für «immensen zusätzlichen Reinigungsaufwand». Solche «neuralgischen Orte» sind laut Bachmann beispielsweise der Bahnhofplatz oder die Abfallsammelstellen. Mittels Kameraüberwachung könne neben Verschmutzung auch Gewalt und Vandalismus begrenzt werden. Denn diese würden zusätzlich für Schäden an öffentlichen Einrichtungen sorgen, welche letztlich «durch den Steuerzahler zu berappen» seien.

Sauberkeitsindex und Güselranger

Seit Jahren kämpft Dietikon gegen Littering auf den Strassen und Plätzen der Stadt. Aus diesem Grund wurde zwischen 2007 und 2010 die Kampagne «Sauberes Dietikon – wir packen’s an!» durchgeführt, bei der anhand von verschiedenen Standorten und Kriterien gemessen wurde, ob und wie sich die Sauberkeit in Dietikon verbesserte. Laut «Güselranger» Niels Michel konnte sich der Sauberkeitsindex über die drei Jahre zwar verbessern, allerdings sei man noch nicht ganz zufrieden, wie es im Jahr 2010 hiess.

Doch nicht nur Bachmann findet, dass man diesbezüglich noch lange nicht am Ziel sei. Auch die katholische Kirchenpflege in Dietikon hat sich im vergangenen Jahr an den Stadtrat gewandt, damit dieser gegen die Verschmutzung rund um das Pfarrhaus, die Kirche und den «Bären» vorgehe. Damals habe der Stadtrat zwar Verständnis gezeigt, konnte aber keinen konkreten Lösungsansatz bieten. Das Problem sah die Kirchenpflege in den Betriebsbewilligungen der Take-aways und Läden im Zentrum. Diese erlauben ihnen, bis spät in die Nacht offen zu bleiben, ohne die Sauberkeit im Umfeld entsprechend mitzufinanzieren.

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