Dietikon
Versammelte Kirchgemeinde bewilligt, dass altes Pfarrhaus durch Mehrfamilienhäuser ersetzt wird

Der Ersatz des alten reformierten Pfarrhauses nimmt die nächste Hürde. Im Herbst wird wohl über den Baukredit von 130'000 Franken abgestimmt.

Florian Schmitz
Merken
Drucken
Teilen
Die steilen Giebeldächer beider Neubauten orientieren sich an bestehenden Häusern im Quartier.

Die steilen Giebeldächer beider Neubauten orientieren sich an bestehenden Häusern im Quartier.

Schneider Studer Primas

An der Mühlehaldenstrasse in Dietikon will die reformierte Kirchgemeinde ihr ehemaliges Pfarrhaus aus den 1930er-­Jahren durch zwei Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen ersetzen. Der dafür ­nötige Planungskredit von 130'000 Franken wurde von den 22 anwesenden Stimmberechtigten kürzlich an der Kirchgemeindeversammlung bewilligt, wie Kirchgemeindeschreiber Heinrich Brändli auf Anfrage sagt. Mit diesem Geld wird nun das Vorprojekt ausgearbeitet, das als Grundlage für die im kommenden Herbst geplante Urnenabstimmung über den Baukredit dienen soll.

Ende September gab die reformierte Kirchenpflege Dietikons bekannt, dass das Büro Schneider Studer Primas GmbH den durchgeführten Architekturwettbewerb für sich entschieden hat. Die Architekten aus Zürich planen in ihrem Entwurf mit vier 4,5-Zimmer-Wohnungen und einer 5,5-Zimmer-Wohnung, die auf zwei Neubauten verteilt sind. Optisch sollen die Gebäude sich gut in das Einfamilienhausquartier einfügen. Auf der Parzelle ist zudem ein Spielplatz geplant.

An der Kirchgemeindeversammlung wurde auch das Budget 2021 mit gleichbleibendem Steuerfuss von 12 Prozent bewilligt. Das Budget schliesst mit einem Aufwand von 2,44 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,32 Millionen Franken. Der Aufwandüberschuss von 118'000 Franken ist laut Versammlungsweisung der Coronapandemie geschuldet.

Für 2021 rechnet die Kirchenpflege mit rund 200'000 Franken weniger Steuereinnahmen. Obwohl versucht worden sei, in den verschiedenen Sachbereichen jeweils 10 Prozent einzusparen, gleiche dies die tieferen Steuererträge nicht aus. Der Aufwandüberschuss kann laut Kirchenpflege aber problemlos verkraftet werden. Zudem bewilligten die Stimmberechtigten die Totalrevision der Kirchgemeindeordnung.