Uitikon
Verkehrskamera zeigt Wirkung: 1800 Fahrer erhalten eine Busse

Vor zwei Jahren installierte die Gemeinde auf der Höhe Schülerheim eine mit Sonnenkollektoren ausgestattete Verkehrskamera, die Fahrzeuge, die den Berg befahren, aufzeichnet. Im zweiten Betriebsjahr des Fahrkontrollsystems wurden mehr Sünder gebüsst.

Alex Rudolf
Drucken
Teilen
Hat abschreckende Wirkung: Rund 90 Prozent der Fahrer wendeten wieder, statt den Berg zu befahren.

Hat abschreckende Wirkung: Rund 90 Prozent der Fahrer wendeten wieder, statt den Berg zu befahren.

Limmattaler Zeitung

Täglich befahren rund 26 Autos den Üetliberg. Das entspreche einem guten Niveau, wie der Uitiker Sicherheitsvorstand Patrik Wolf (FDP) auf Anfrage sagt. Vor zwei Jahren installierte die Gemeinde auf der Höhe Schülerheim eine mit Sonnenkollektoren ausgestattete Verkehrskamera, die Fahrzeuge, die den Berg befahren, aufzeichnet. Nach zwei Jahren Betrieb fällt das Fazit dieses Systems positiv aus. Im Vergleich zum ersten Betriebsjahr zwischen April 2016 und März 2017 stiegen die Zahlen im aktuellen Jahr von knapp 9'300 auf knapp 9'600. «Diese Erhöhung ist auf die rege Bautätigkeit im Üetliberggebiet zurückzuführen», heisst es vonseiten der Gemeinde.

Auch die Zahl der Verzeigungen stieg. Wurden im ersten Jahr noch 1'600 gebüsst, waren es in den letzten 12 Monaten gut 1'800, wie die Gemeinde gestern gegenüber «Radio Energy» bekannt gab. Diese Erhöhung sei aufgrund einer verbesserten Bildqualität nach der Einführung einer automatischen Nummernerkennung zurückzuführen. Auch für die Anwohner und Besucher des Erholungsgebiets hält die Gemeinde gute Nachrichten bereit. Denn rund 90 Prozent (rund 1'600) der Fahrer hätten auf der Höhe Schülerheim gewendet und den Berg nicht befahren.

1'370 Dauerbewilligungen

Mit der Überwachungskamera führte die Gemeinde vor zwei Jahren auch ein Online-Bewilligungssystem ein. Auch hier wird ein Anstieg der erteilten Einzelbewilligungen festgestellt: «Waren es im ersten Betriebsjahr noch rund 2'550, sind es im zweiten 2'700», heisst es bei der Gemeinde. Aktuell sind knapp 1'370 Dauerbewilligungen im Verkehr. Diese verteilen sich auf rund 100 Behörden, Firmen und Anwohner, die teils gleichzeitig für mehrere Fahrzeuge eine Bewilligung erhalten haben. Dies, weil tägliche Service- und Lieferarbeiten mit unterschiedlichen Fahrzeugen durchgeführt werden müssen. «Spitzenreiter ist eine Liftfirma mit 84 Fahrzeugen, die im Notfall eingesetzt werden können.»

Zunahme im dritten Jahr

Seit Beginn des dritten Betriebsjahres verzeichnete die Gemeinde bereits einen starken Anstieg der Fahrten zwischen Schülerheim und Station Ringlikon. Dies sei auf die seit März 2018 laufenden Gleisbauarbeiten der SZU Bahn in der Ringliker Kurve zurückzuführen, schreibt die Gemeinde. Der Einsatz von Bahnersatz-Bussen werde die Fahrtenzahl ebenfalls in die Höhe treiben. «Waren es im März und April 2017 jeweils 620 und 610 Fahrten, wurden in den gleichen Monaten 2018 bereits 1'080 und 1'330 Fahrten registriert.»