Verkehr
Dänische App will Zürcher ­Carsharing-Markt aufmischen – ein VW Golf für 5 Stunden kostet 44 Franken

2,7 Millionen Mitglieder zählt die App «GoMore» bereits in Dänemark, Schweden, Finnland und Spanien.

David Egger
Drucken
Teilen
Am Mittwoch wurde «GoMore» lanciert. Die ersten Autos in der Region Zürich sind bereits verfügbar.

Am Mittwoch wurde «GoMore» lanciert. Die ersten Autos in der Region Zürich sind bereits verfügbar.

David Egger / Limmattaler Zeitung

«Wenn Autos geteilt werden, können mehr Menschen auf den Besitz eines Autos verzichten und die vorhandenen Ressourcen besser nutzen»: Davon sind die Macher hinter «GoMore» überzeugt. Ihre Idee ist einfach: Wer sein eigenes Auto gerade nicht braucht, kann dies in der «GoMore»-App kundtun und es gegen Geld vermieten, wenn sich jemand findet, der daran Interesse hat. Die dänische Carsharing-Plattform ist nun seit Mittwoch auch in der Schweiz aktiv, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst, an dem auch der Konzern «Basler Versicherungen» beteiligt ist . In Dänemark, Schweden und Finnland sowie Spanien zählt «GoMore» bereits 2,7 Millionen Mitglieder, nun folgt die Schweiz.

Das kommt nicht von ungefähr: In der Schweiz gebe es mehr als 4,6 Millionen Autos, was sie zu einem der Länder mit den meisten Autos pro Einwohner macht. Gleichzeitig stünden Schweizer Autos durchschnittlich 23 Stunden pro Tag still, heisst es in der Mitteilung weiter.

Noch ist das Angebot in der Region ziemlich klein, wie ein Test der «Limmattaler Zeitung» am Mittwochnachmittag zeigte. Die Suchabfrage nach einem Auto am Samstag von 9 bis 13 Uhr in der Nähe von Oberengstringen ergab keinen Treffer im Bezirk Dietikon. Die nächsten Autos waren zwei VW Golf in der Stadt Zürich für 43 respektive 44 Franken und einen Mercedes B-Klasse in Rümlang für 59 Franken.

Kein Ferrari und kein Lamborghini: Vor allem gewöhnliche Autos werden angeboten und diese zurzeit noch in kleiner Anzahl. Aber auch Airbnb hat einst klein angefangen.

Kein Ferrari und kein Lamborghini: Vor allem gewöhnliche Autos werden angeboten und diese zurzeit noch in kleiner Anzahl. Aber auch Airbnb hat einst klein angefangen.

David Egger / Limmattaler Zeitung

«GoMore» will innert des ersten Jahres 25'000 Mitglieder und 1000 Autos für seine Plattform gewinnen. Die App ist in den gewöhnlichen App-Stores von Google und Apple verfügbar.

Aktuelle Nachrichten