Der Dietiker Rapidplatz gehört mit seinen rund 6000 Quadratmetern zu den grössten innerstädtischen Plätzen der Schweiz, der Bundesplatz in Bern verfügt nur gerade über einen Drittel dieser Fläche. Künftige Besitzerin des Platzes wird die Stadt Dietikon. Vergangene Woche wurde publik, dass in den Abtretungsverhandlungen zwischen der Stadt und der aktuellen Eigentümerin Halter AG «Divergenzen» entstanden seien.

Auf Anfrage bestätigt Stadtschreiberin Karin Hauser, dass man derzeit in Verhandlungen stehe und es noch einige offene Punkte gebe. Welche dies seien, könne sie wegen der laufenden Gespräche nicht erläutern. Bei einem Landabtretungsvertrag werden Modalitäten wie die Eigentumsübertragung, die Definition des Grundstücks sowie Dienstbarkeiten ausgehandelt. Bei Dienstbarkeiten handelt es sich um Nutzungsberechtigungen Privater auf dem Grundstück eines Eigentümers. Zwar wurde im Gestaltungsplan festgelegt, dass Grundeigentümer Halter den Rapidplatz abtritt. Dabei handle es sich jedoch um keine automatische Eigentumsübergabe, so Hauser. Diese Übergabe bedinge einen Abtretungsvertrag.

Platz wäre Pausenhof gewesen

Vermutungen, dass die Divergenzen zwischen der Stadt Dietikon und Halter darauf gründen, dass das Schulhaus Limmatfeld nicht zustande gekommen ist, entbehren laut Hauser jeglicher Grundlage. «Das Schulhaus hat überhaupt nichts damit zu tun», sagt sie. Die Stadt plante, im Gebäude Weidenhof Räume für eine Schule zu mieten. Dies wurde im November 2012 vom Volk jedoch deutlich verworfen. Ein Teil des Rapidplatzes hätte bei diesem Projekt als Pausenhof figuriert.

Die östliche Seite des Platzes wurde bereits im Spätherbst 2014 ins Eigentum der Stadt übergeben. Die angrenzenden Bauten waren bereits damals fertiggestellt. Stadtschreiberin Hauser erwartet, dass die westliche Seite des Rapidplatzes noch in diesem Jahr in den Besitz der Stadt übergehen wird. (aru)