Helmut Vetter, Geschäftsleiter der Biogas Zürich AG, erklärte gestern auf Anfrage: «Wir liegen im Zeitplan. Wenn es so weitergeht, sollten wir Ende Mai die Anlage wieder mit Nennleistung betreiben können.» Ein Fehler im Heizsystem des Bioreaktors hatte dazu geführt, dass dieses durch ein anderes System ersetzt werden muss. Seit Anfang Februar steht das Vergärwerk deshalb still.

Die Kosten für die Umrüstung auf das neue Heizsystem trägt die Axpo Kompogas AG, welche die Anlage lieferte und der sie bis zur Betriebsabnahme auch gehört. Zwar lief die Anlage bereits seit Sommer 2013 ohne Probleme. Allerdings nur bei der Verarbeitung der regulären Menge an Biomasse. Bei maximaler Mengenbelastung führten Ablagerungen von kleinsten Biomasseteilen auf den Rohren des Heizsystems allerdings dazu, dass der Bioreaktor abkühlte. Die für die Vergärung nötige Temperatur von 55 Grad Celsius war nicht mehr konstant gewährleistet. Dieser Systemfehler wurde im Probebetrieb vor der Abnahme der Anlage vergangenen November bemerkt.

Seit Anfang Jahr werben die Limmattaler Gemeinden für die neu eingeführte Bioabfallsammlung. Die gesammelten Bioreste sollten eigentlich im Vergärwerk Werdhölzli verarbeitet werden. Weil die rund 28 Millionen Franken teure Anlage nun still steht, werden die Bioabfälle aus dem Limmattal zwischenzeitlich auf andere Vergärwerke der Axpo verteilt.