Die Vereinigung Zentrum Dietikon (VZD) kann auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken. Auch wenn nur ein kleiner Gewinn von knapp 900 Franken daraus resultierte, strahlt die strategische Ausrichtung Vertrauen aus. In weniger als einer Dreiviertelstunde, dies trotz eines Wahljahres, konnte der wiedergewählte Präsident Heinz Vogler die verschiedenen Traktanden der Generalversammlung durchwegs mit einem absolutem Mehr abschliessen.

Obwohl viele Mitglieder ihre Teilnahme entschuldigten, war der Saal im Hotel Sommerau bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen weilte nebst Stadtpräsident Otto Müller auch Martin Müller als Präsident des Gewerbevereins Dietikon.

Breite Abstützung

«Wir wollen die Bemühungen und Bestrebungen der Vereinigung Zentrum Dietikon auf verschiedenen Schultern abstützen», erklärte Präsident Heinz Vogler. Konkret will die VZD noch mehr Nähe zur Bevölkerung suchen. Durch das persönliche Engagement jedes einzelnen Mitglieds werde das Zentrum zusätzlich belebt, erklärte Vogler. Den ersten Schritt dazu zeigte auch der Vorstand, wo alle bisherigen Mitglieder sich zur Wiederwahl stellten und in corpore mittels Akklamation bestätigt wurden. Dies wertete auch Tagespräsidentin Sabine Billeter als gutes Zeichen: «Alle Vorstandsmitglieder wollen sich für die Vereinigung Zentrum Dietikon noch mehr engagieren.»

Konkret heisst das, dass der Frischmarkt (ab April), der Frühlingsmarkt diesmal als Event zusammen mit dem Muttertagskonzert am 7.Mai organisiert, der Herbstmarkt wie auch das Oktoberfest und in der Vorweihnachtszeit die Sonntagsverkäufe sowie der Weihnachtsmarkt die wichtigen Eckpunkte des Jahresprogramms der VZD darstellen. «Wir wollen mit vereinten Kräften den Zug auf den Schienen halten», sagte Heinz Vogler. Abschliessend informierte Stadtpräsident Otto Müller über geplante und laufende Projekte innerhalb von Dietikon. Unter anderem wies er darauf hin, dass das Bahnhofsgebäude demnächst einem Facelifting unterzogen werde. Gemeinsame Anstrengungen will die Stadt Dietikon zusammen mit der VZD als Bindeglied in Angriff nehmen.

Limmattalbahn kommt voran

Im Anschluss informierte Daniel Issler, Geschäftsführer und Projektleiter der Limmattalbahn, über den aktuellen Stand. «Bis Ende 2011 wollen wir die Linienführung und alle Haltestellen genau definieren», erklärte Issler. Darüber hinaus werde eine Kostenschätzung auf plus-minus zwanzig Prozent erstellt. In den Jahren 2014 und 2015 erfolgt die Plangenehmigung, die auch Lösungen mit privaten Landbesitzern vorsieht. Auf der Gesamtlänge von 13,5 Kilometern zwischen Altstellen und Killwangen-Spreitenbach sind 26 Haltestellen, im Durchschnitt alle 500 Meter vorgesehen, so Issler weiter. Die Entstehungskosten liegen zwischen 600 und 700 Millionen Franken, inklusive allfälliger Lärmschutzmassnahmen. «Diese Zahlen sind ohne Fahrzeugkosten gerechnet. Diese gehen zulasten des Betreibers», erklärt Issler.

Schon heute ist etwa ein Viertel der Strecke zwischen Zürich Farbhof und Schlieren auf der so genannten «B-Liste Agglomerationen» beim Bund vorgemerkt. «Das bedeutet, dass wir mit Unterstützung vom Bund rechnen können. Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn die ganze Strecke in diese Liste aufgenommen werden würde», sagte Projektleiter Issler weiter. Eine Kostenbeteiligung des Bundes von 30 bis 40 Prozent wäre durchaus realistisch.

BZD bietet Kompetenz

Das Berufsbildungszentrum Dietikon (BZD), als öffentliches Kompetenzzentrum für Logistik und Maschinenbau, verfügt über eine starke regionale Verankerung. In einem kurzen Vortrag skizzierte Rektor René Wyttenbach den Stellenwert: «Das BZD ist eine effiziente Schule mit hoher Qualität.» Im Bereich Logistik kann sich das BZD, bei einer optimalen Auslastung, als führendes Aus- und Weiterbildungszentrum der Schweiz auszeichnen. Im Maschinenbau, als einer von vier Standorten im Kanton Zürich, verfügt das Zentrum über eine sehr hohe Anerkennung auf allen Bildungsstufen.

«Gerade für unsere Region ist dieses Zentrum unermesslich wichtig», erklärt Edi Cincera, Präsident der Schulkommission. Zudem biete das Weiterbildungszentrum auch vielfältige Programme für Sprachen und Informatik an. Für 75 Klassen in der Grundausbildung sowie 70 Kurse für Studien, Lehrabgänge und Fortbildung sind über 100 Lehrkräfte notwendig. Auch als Wirtschaftsfaktor habe das BZD eine grosse Bedeutung, sagte René Wyttenbach. «Einerseits profitieren viele Geschäfte von unserer Kundschaft, andererseits geniessen wir im Bereich Weiterbildung die regionale Anbindung.»