Uitikon
Vereinfachung dank Einzelklassensystem

Auf das kommende Schuljahr stellt die Schule in den zwei Schulhäusern Mettlen und Schwerzgrueb vom Doppelklassen- auf das Einzelklassensystem um.

Flavio Fuoli
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Schule plant Systemwechsel nach den Sommerferien. fuo

Schule plant Systemwechsel nach den Sommerferien. fuo

Limmattaler Zeitung

Die Umstellung erfolgt in zwei von drei Schulhäusern, nämlich im Mettlen und im Schwerzgrueb, wie Reto Schoch, Kommunikationsbeauftragter der Schulpflege, mitteilte. Die Umstellung erfolgt auf das Schuljahr 2011/2012. Gleichzeitig wird die Schule so genannte Kompetenzzentren anbieten, das heisst, eine erste, zweite und dritte Primarklasse ausschliesslich im Schulhaus Mettlen und eine vierte, fünfte und sechste ausschliesslich im Schulhaus Schwerzgrueb. Möglich werde der Systemwechsel laut Schoch durch das erweiterte Raumangebot im neuen Schulhaus Mettlen, welches im Mai bezogen werde.

Mettlen aus Auslöser

Mit dem Mettlen verfüge die Schule Uitikon erstmals über eine Infrastruktur, welche die Führung von drei statt wie bisher zwei Primarklassen ermögliche. Weil das Mettlen neu über eine eigene Turnhalle verfügt, entfalle für die Schüler dieses Schulhauses, inklusive Kindergartenkinder, das bisher mehrmals wöchentliche Verschieben in die Turnhalle Allmend.

Mit dem Systemwechsel verfüge die Schule Uitikon über ein einheitliches Konzept in allen drei Schulhäusern, zu denen auch das Schulhaus Rietwis gehört. Das aktuelle Modell mit den Doppelklassen im Mettlen und Schwerzgrueb sei 1998 aus rein organisatorischen und nicht etwa aus pädagogischen Gründen eingeführt worden, erklärt Reto Schoch weiter. Das System sei von den Eltern immer wieder kritisiert worden. Künftig bleiben die Primarschülerinnen und -schüler drei statt nur zwei Jahre bei der gleichen Lehrperson. Dies erachtet die Schule Uitikon besonders auf der Unterstufe als pädagogisch sinnvoll.

Zudem werde die Pausenplatzsituation im Schulhaus Schwerzgrueb entschärft. Heute teilen sich Kinder und Jugendliche von der ersten Klasse bis zur dritten Sekundarklasse einen relativ engen Raum. Durch die Verlegung der ersten bis dritten Klasse ins Mettlen erfolge eine altersgerechte Trennung.

In mehrklassigen Klassen sind laut Volksschulverordnung höchstens
21, in Einzelklassen hingegen bis zu 25 Schüler erlaubt. Dies habe zu oft zu schwierige Umteilungen in ein anderes Schulhaus geführt, führt Reto Schoch weiter aus. Mit dem neuen System werde dies künftig deutlich reduziert.

Klare Situation für alle

In Uitikon wird der Quartierplan Leuen vorangetrieben. Beim Ausbau des Quartiers wird die Schule zusätzlich Kinder aufnehmen müssen. Der nun vollzogene Systemwechsel müsste auf diesen Zeitpunkt ohnehin vollzogen werden, wie Schoch betont. Dies würde allerdings planerische Ungewissheit verursachen. Nun habe man für alle Betroffene wie Schüler, Eltern, Lehrpersonen, Schulleitung und Behörde eine klare Situation schaffen können.

Im Schulhaus Rietwis wird bereits heute im Einklassensystem unterrichtet, weshalb sich die Situation dort gleich bleibt. Auch das heutige Kindergartenangebot in allen drei Schulhäusern sei vom Systemwechsel nicht betroffen. Schulpflege sowie Schulleitung seien überzeugt, dass dank dem Systemwechsel die Schulqualität weiter gefördert werden könne.