Dietikon

Vereine wollen sich stärker vernetzen — Ortsvereine Dietikon lancieren eine Plattform

In Dietikon gibt es rund 140 Vereine. (Archivbild)

In Dietikon gibt es rund 140 Vereine. (Archivbild)

Das Kartell der Ortsvereine Dietikon und die Standortförderung lancieren eine Plattform – das erste Treffen hat bereits stattgefunden.

Rund 140 Vereine gibt es in Dietikon. Sie decken ein weites Feld an Angeboten ab. Ihre Grösse variiert von mehreren hundert Mitgliedern bis zu einigen wenigen. So unterschiedlich sie auch sein mögen, viele von ihnen haben tagtäglich mit denselben Herausforderungen zu kämpfen. Die Ämter im Vorstand zu besetzen, bereitet Mühe. Genügend Freiwillige für einen Anlass zu finden, gestaltet sich schwierig. Mit der Neumitgliederanwerbung klappt es nicht wie gewünscht. Die Infrastruktur bereitet Sorgen.

Helfen, solche und andere Herausforderungen zu meistern, soll das «Vereinsnetzwerk Dietikon», das vom Kartell der Ortsvereine Dietikon und der Standortförderung Dietikon initiiert wurde. Am Montagabend fand das erste Treffen statt, an dem rund 20 Vertreter von grösseren Sport-, Kultur- und auch Quartiervereinen aus Dietikon teilnahmen, um Erfahrungen auszutauschen. Ziel des Netzwerkes ist es unter anderem, die Zusammenarbeit unter den Vereinen zu fördern, Synergien zu schaffen, aber auch die Terminplanung aufeinander abzustimmen, um Überschneidungen zu vermeiden, wie Pascal Stüssi, Präsident des Kartells der Ortsvereine, erklärte. Denn in diesen Bereichen sehen die Initianten noch einiges Potenzial.

Vernetzungspotenzial ist gross in Dietikon

«Es ist eine wahnsinnige Kraft vorhanden. Man muss sie aber auch mobilisieren können», sagte Adrian Ebenberger, Leiter der Dietiker Standortförderung, mit Blick auf das Vernetzungspotenzial, das durch die hohe Anzahl der Vereine und ihrer Mitglieder in Dietikon vorhanden ist. Damit eine vereinsübergreifende Zusammenarbeit funktioniere, müsse man miteinander reden. Das wurde an der Veranstaltung dann auch ausgiebig getan.

Unter anderem kam auch die Frage auf, welchen Mehrwert das Netzwerk gegenüber dem Kartell bieten werde. Stüssi verwies darauf, dass beim Vereinsnetzwerk auch die Stadt mit der Standortförderung im Boot sei und man sich mehr auf strategische Themen konzentrieren wolle. Er betonte aber auch, dass im Kartell einiges in Bewegung sei und erwähnte den Tag der offenen Vereinstüren, der am 9. Mai nächsten Jahres über die Bühne gehen wird.

Eines dieser strategischen, übergeordneten Themen, denen sich das Vereinsnetzwerk annehmen könnte, ist die Zusammenarbeit mit der Schule. Viele Vereine wünschen sich, wie die Diskussion zeigte, einen Zugang zur Schule, um dort Werbung zu machen oder in dem Turnunterricht den eigenen Sport vorzustellen.

Gemeinsamer Versand von Veranstaltungsflyern

Wie die Gespräche zeigten, haben die Vereine je nach ihrer Ausrichtung ganz spezifische Herausforderungen zu meistern. Es gibt aber auch weitere Anliegen, die vielen von ihnen gemein sind. Für viele Vereinsvertreter wäre es beispielsweise wünschenswert, über eine Inventarliste zu verfügen, aus der hervorgeht, welche Infrastrukturen die einzelnen Vereine besitzen. Etwa Festzelte, Bar- oder Küchenmaterial. So könnte man sich etwa eine teure Miete bei einem externen Anbieter sparen, wenn man sich untereinander aushelfen kann, war man sich einig.

Auch ein gemeinsamer Versand von Veranstaltungsflyern, ähnlich wie es die politischen Parteien bereits handhaben, wurde verschiedentlich angeregt. Dadurch liessen sich die teilweise hohen Kosten auf mehrere Schultern verteilen. Ein anderer Vorschlag zielt darauf ab, dass man themenspezifische Abende veranstalten könnte, etwa solche, an denen es um die Verwaltung der Mitgliederdateien oder den Vereinsauftritt in den sozialen Medien geht. Zudem begrüssen die Teilnehmer eine Koordination des Terminkalenders.

Mitinitiant Stüssi zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. «Es wurde konstruktiv diskutiert», sagte er. Auch seitens der Vereinsvertreter erachtete man den Abend als wertvoll. Deshalb will man sich kommenden Frühling oder Sommer erneut treffen.

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