Wie die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) in einer gestern verschickten Medienmitteilung schreibt, begrüsse der Vorstand die «Idee einer möglichst kreuzungsfreien und attraktiven Schnellverbindung» und habe sie als noch zu konkretisierende Massnahme in den Richtplan aufgenommen.

Genaue Strecke noch offen

«Mit dieser 5 Meter breiten Schnellstrasse möchten wir eine noch komfortablere Situation für die Velofahrenden schaffen», sagte ZPL-Präsident Otto Müller gestern auf Anfrage. Die genaue Strecke sei noch in Entwicklung. Sie werde aber, wo immer möglich, der Limmat entlang führen.

Zur Diskussion stehen zwei verschiedene Linienführungen.
Unabhängig davon plant auch die Limmattalbahn AG neben ihrem Trassee Velowege. Die beiden Projekte laufen aber separat. Theoretisch sei es jedoch möglich, dass sich ein Teil davon überlagere, zum Beispiel im Niderfeld, sagt Müller.

Entwurf wurde freigegeben

Auch sonst geht es vorwärts mit den Arbeiten am Richtplan: Der Vorstand der Planungsgruppe Limmattal hat an seiner letzten Sitzung den Entwurf des revidierten regionalen Richtplans in einer Schlussredaktionssitzung diskutiert und freigegeben. Wie es in der Mitteilung heisst, sei der in den Grundzügen bereits seit einiger Zeit vorliegende Entwurf durch kommunale Gewässer ergänzt worden, die revitalisiert werden sollen.

In einem nächsten Schritt wird der revidierte Plan im Oktober den Gemeinden vorgestellt und mit Gemeindevertretern diskutiert. «Dabei wird sich zeigen, wie weit die regionalen Interessen mit denjenigen der einzelnen Gemeinden übereinstimmen und wo allenfalls Differenzen bestehen», schreibt die ZPL. In der nächsten Phase wird der Richtplan vom Kanton geprüft. Anschliessend ist eine öffentliche Auflage vorgesehen. Dies wird voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2014 der Fall sein.

Keine Etappen für Limmattalbahn

In ihrer Mitteilung nimmt die ZPL auch auf die Bundesgelder aus dem Agglomerationsprogramm Bezug. Die Region fordere klar, die Limmattalbahn sei nicht in drei Etappen mit unterschiedlicher Priorität aufzuteilen, wie dies der Bund in seinem Vorschlag vorgesehen habe. Das Projekt sei als Ganzes konzipiert worden und müsse nun auch als Ganzes realisiert werden, schreibt die ZPL. Zudem müsse die ganze Massnahme die höchste Priorität bekommen.