Da wird zu Beginn der Mond besungen. Dann werden vorwiegend musikalische Lichter und richtige rote Kerzen angezündet. Auch die Geschichte «Die vier Lichter des Hirten Simon» passt wunderschön zum lichtvollen Gesang. Die ausdrucksstarken Zeichnungen der Unterstufenkinder machen diese Erzählung in zwei Teilen zu einem eindrücklichen Erlebnis. Da ist der junge Hirte Simon eingeschlafen. Er träumt von einem wunderbaren Duft und von fröhlichen Gesängen. Er wacht auf und entdeckt, dass das schneeweisse Lämmlein verschwunden ist. Er geht es suchen.

Das letzte Licht geschenkt

Der alte Hirt Jakob gibt ihm eine Laterne mit vier Lichtern mit. Im Dunkeln begegnet Simon drei unheimlichen Gestalten: einem einsamen Dieb, einem verwundeten Wolf und einem armen Bettler. Er schenkt jedem von ihnen eines seiner Lichter. Plötzlich ist die Luft wieder erfüllt von feinem Duft. Er folgt ihm und kommt zu einem Stall, wo er sein Lämmlein und das Jesuskind findet. Diesem schenkt er sein letztes Licht. Hoffnung und Hilfsbereitschaft haben ihn glücklich gemacht.

«Kinder haben toll mitgemacht»

Glücklich ist an diesem Abend nicht nur die grosse Zuschauerschar, sondern ebenso Rosmarie Blaser: «Die Kinder haben ganz toll mitgemacht. Das Konzept, die Lieder durch die Geschichtenblöcke zu unterbrechen, hat sich bestens bewährt.» Während der jeweils vier Lieder eines Blockes habe der Chor die Aufmerksamkeit gut durchhalten können. Die Geschichte und die Bilder hätten den ganzen Anlass wunderbar abgerundet. «Ich bekam beim Dirigieren mehrmals Hühnerhaut, wenn ich in all die leuchtenden Kinderaugen blickte und sie tatsächlich aufs Dirigieren reagierten», ergänzt Blaser.

Auch für Franziska Kühnis, welche auf der Empore das Licht und den Laptop bediente, war es ein überaus gelungenes Weihnachtssingen: «Die Kinder waren hoch motiviert und allen war klar, dass es nun ernst galt.» Für sie sei das Zusammenspiel der Dirigentin mit den Kindern perfekt gewesen. «Schön fand ich auch die Unterstützung der Musiker, welche den Gesängen eine festliche Note verliehen haben», sagt Franziska Kühnis und ergänzt: «Die vorgetragene Geschichte vom Hirten Simon war eine echte Bereicherung und gab den Sinn der Adventszeit überzeugend weiter.»