Eishockey

Urdorfer «Stiere» wehren zum dritten Mal jeden Gegentreffer ab: Fans träumen von grossen Taten

Urdorf-Goalie Florian Wassmer liess den Puck nicht ins Tor. Hier kämpft er gegen die GC-Stürmer Miller und Grand.

Urdorf-Goalie Florian Wassmer liess den Puck nicht ins Tor. Hier kämpft er gegen die GC-Stürmer Miller und Grand.

Die 3.-Liga-Eishockeyaner gewinnen gegen die GCK Lions II auch das dritte Meisterschaftsspiel ohne Gegentor.

Wie würde sich seine Mannschaft vor den eigenen Fans präsentieren? Tritt sie selbstbewusst auf oder überheblich nach den zwei Erfolgen in den ersten Partien der neuen Saison? «Wir wissen, was wir können und wollen das den Fans zeigen. Aber wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen», sagte der neue EHCU-Chefcoach Niki Sirén vor dem Anpfiff gegen die punktelosen GCK Lions II. Andere Gedanken trieben Urdorfs Sportchef Urs Landis vor der Heimpremiere um: «Bei GC weiss man nie, mit welchen Leuten sie an eine Partie reisen. Wir müssen einfach bereit sein. Dann kommt das gut.»

Nach den ersten 60 Minuten auf heimischem Eis darf konstatiert werden: Ja, die «Stiere» haben die Vorgaben ihrer Übungsleiter erfolgreich umgesetzt. Auch im dritten Meisterschaftsspiel blieb die Defensive – diesmal mit Florian Wassmer im Tor – ohne Gegentreffer. Und dank Treffern von Muttoni und Kiser sowie Doppeltorschütze Sireci schaute ein klarer 4:0-Erfolg heraus. «Ziel erfüllt», resümierte Sirén nach Spielschluss.

Florian Wassmer musste mehrmals eingreifen

Das sahen auch die 120 Fans so: Sie liessen ihre Lieblinge minutenlang hochleben. Auf der Tribüne der Weihermatt träumten einige bereits von grossen Taten. «Jetzt wollen wir wieder rauf in die 2. Liga», sagte ein Zuschauer. Bevor sich die Urdorfer feiern lassen konnten, mussten sie sich aber gegen die aufsässigen Stadtzürcher in Geduld üben. Im torlosen ersten Drittel war die Gegenwehr der Gäste energisch, ja, die GC-Offensive stahl den «Stieren» fast die Show.

Immer wieder lancierten die Hoppers nach Scheibenverlusten gefährliche Gegenstösse. Mehr als einmal musste Keeper Wassmer eingreifen, um seine Ungeschlagenheit zu wahren. «Unser Defensivspiel müssen wir verbessern, da haben wir noch Potenzial», sagte Sirén. Positiv: Die Limmattaler verloren nie die Geduld. Sie warteten, liessen den Gegner müde werden – und schlugen dann zu. Gerade mal 17 Sekunden waren im zweiten Abschnitt absolviert, da eröffnete Marco Muttoni das Skore. Der 21-Jährige schnappte sich in der gegnerischen Zone den Puck, zog los und kam erst wieder zum Stehen, als er die Scheibe zum 1:0 hinter GC-Keeper Meier versorgt hatte. Unter Jubel sorgten die Urdorfer zwei Minuten später für die Vorentscheidung. Keegan Evangelista bediente mit einem idealen Querpass vor dem Kasten Luca Sireci – 2:0.

War nun alles klar? Mitnichten! Die Grasshoppers schüttelten sich kurz, wischten sich den Mund ab und legten wieder los. Doch in EHCU-Keeper Wassmer fanden sie ihren Meister. EHCU-Coach Sirén: «Wir haben in Urdorf den Luxus, über zwei sehr gute Torhüter zu verfügen.» Wassmers Back-up Michael Kiser war in der Vorwoche beim 6:0 gegen Zugerland ohne Fehl und Tadel geblieben. Im Schlussdrittel liess man nichts mehr anbrennen. Sireci machte mit dem 3:0 in der 46. Minute alles klar, Valentin Kiser sorgte mit dem 4:0 fünf Minuten vor Spielende für den Schlusspunkt. Trotz Sieg hob Sirén den Warnfinger: «Die schwierigen Partien folgen noch.» Am 17. Oktober spielen die «Stiere» auswärts gegen Rapperswil-Jona. Im November stehen die Spiele gegen die Schwergewichte Seewen II, Illnau-Effretikon II und Engelberg-Titlis an.

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