Urdorf
Urdorfer Schüler erkären Senioren das Handy

Oberstufenschüler des Schulhauses Moosmatt lehren Senioren den Umgang mit Handys. Die Lehrerrolle gefällt den Schülern. Und auch bei den Senioren kommen die Jugendlichen sehr gut an.

alex rudolf
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Junge zeigen älteren Menschen den Umgang mit dem Handy. lex

Junge zeigen älteren Menschen den Umgang mit dem Handy. lex

Limmattaler Zeitung

«Die Kinder haben wirklich eine Engelsgeduld, wenn es darum geht, den älteren Leuten etwas zu erklären», sagt Annemarie Zürcher. Sie ist in der Kommission für Erwachsenenbildung und rief in Zusammenarbeit mit einer Oberstufenklasse des Schulhauses Moosmatt die «Handy-Weiterbildung» ins Leben.

Zehn Personen, welche sich auf die persönliche Betreuung durch einen Schüler freuen durften, nahmen dieses Angebot in Anspruch. So auch Bärbel Anrey. Sie habe in der Zeitung von diesem Angebot erfahren und sich sofort angemeldet. «Mir war es wichtig zu lernen, wie man SMS verschickt und telefoniert», sagt sie. Mit der ihr zugeteilten Schülerin sei sie sehr zufrieden.

Sie sind sehr lernfähig

Réne Boegli, Informatiklehrer der Schule, sieht auch für die Schüler einen Gewinn. «Sie reagieren sehr positiv, da sie sich in der Expertenrolle sichtlich wohl fühlen», sagt er. Aber auch finanziell wird der Einsatz belohnt. «Wir geben einen gewissen Betrag in die Klassenkasse ab», sagt Zürcher. Arbon Bunjaku ist einer der Jugendlichen, der sein Wissen über Mobiltelefone weitergibt. Er ist überrascht, wie lernfähig seine «Schüler» sind. «Die alten Leute verstehen immer mehr von Technik, letztes Jahr war ihr Vorwissen noch nicht so gross», sagt er. Auf die Frage, ob er schon jemals in Erklärungsnot geraten sei, sagt er: «Meist sind die Fragen sehr einfach. Die Leute wollen wissen, wie man SMS schreibt, telefoniert oder einen Kontakt im Telefonbuch speichert».

Der Umgang mit den Menschen mache ihm Spass und er freue sich jetzt schon auf das Lager, welches seine Klasse mit den Einnahmen machen will.

Termine für nächstes Jahr

Wer diesen Weiterbildungsnachmittag verpasst hat, kommt wieder zu einer Gelegenheit. Denn: «Ich konnte mit Herrn Boegli bereits die Termine für das nächste Jahr festlegen», sagt Annemarie Zürcher zufrieden.