Urdorf

Urdorfer Pfarrhaus soll für 2,2 Millionen Franken ausgebaut werden

Robert Eigenmann (Vizepräsident Kirchpflege) und Christian Tomasi (Finanzen) zeigen, wo der Anbau des Pfarrhauses in Urdorf zu stehen kommen soll. Die Wiese soll bis zum Turm im Hintergrund überbaut werden.

Robert Eigenmann (Vizepräsident Kirchpflege) und Christian Tomasi (Finanzen) zeigen, wo der Anbau des Pfarrhauses in Urdorf zu stehen kommen soll. Die Wiese soll bis zum Turm im Hintergrund überbaut werden.

In gut einer Woche entscheidet die katholische Kirchgemeinde über den Kredit für einen Anbau. Im 50-jährigen Gebäude ist hin und wieder das Nötigste saniert worden. Das reicht nun nicht mehr.

Robert Eigenmann steht neben dem Treppenaufgang von der Schönheimstrasse zum Kirchenplatz. Neben ihm der Turm der Pfarrei Bruder Klaus. «Auf etwa auf diese Höhe soll der Anbau dereinst kommen. Der kleine Gehweg runter zu den Parkplätzen wird dann hangabwärts verlegt», sagt er. Dass er sich den lang ersehnten Anbau der Kirche schon plastisch vorstellen kann, lässt sich in seinem Gesicht ablesen.

Am Sonntag in einer Woche wird der Vizepräsident Eigenmann vor die Kirchgemeinde treten und ihr ein Projekt zum Ausbau und zur Sanierung des Pfarrhauses vorlegen. Die Gründe für diesen — nach seiner Ansicht dringenden Ausbau — könnten vielfältiger nicht sein. Im 50-jährigen Gebäude sei hin und wieder das Nötigste saniert worden. Dies reicht aber nicht mehr aus, so Eigenmann. «Vor drei Jahren brach das Flachdach durch. Die Gebäudeversicherung zahlte den Schaden nicht, mit der Begründung, dass der Unterhalt vernachlässigt wurde.» Dies müsse man ernst nehmen. Auch würden Räume für den Religionsunterricht fehlen, die Nasszellen seien ebenso veraltet, wie es die Pfarrerswohnung sei. «Zudem mangelt es an Platz in der Administration», sagt Eigenmann weiter. So sollen das Sekretariat, die Pastoralassistenz und der Katechet einen modernen Arbeitsplatz erhalten.

All diese Bedürfnisse sollen mit einem ebenerdigen Anbau mit Tiefgarage auf Höhe Schönheimstrasse realisiert werden. «Die Option auf einen solchen Anbau bestand bereits in den Plänen des Architekten des heutigen Pfarreizentrums. Es kommt somit alles aus einem Guss», so Eigenmann. In dem kubischen Anbau soll ein Foyer, das Sekretariat sowie ein Unterrichtszimmer erstellt werden. Diese werden direkt über den Kirchenplatz zugänglich sein.

Neben den 2,2 Millionen, die für diese baulichen Massnahmen vorgesehen sind, schlägt die Kirchenpflege noch einen zweiten Kredit in der Höhe von 90 000 Franken zur Annahme vor. Dieses Geld soll zur Installation einer Erdsonden-Wärmepumpe verwendet werden. «So wird die Kirche sowie das Pfarrhaus nachhaltig geheizt», fügt Christian Tomasi, Präsident der Kirchenpflege, an. Heute werden die Räumlichkeiten mit Öl erwärmt, im Zuge der Sanierungs- und Ausbauarbeiten soll gänzlich auf Gas gewechselt werden. «Wird der Kredit für die Erdsonde angenommen, ist die Kirche von künftigen Preisschwankungen auf dem Gasmarkt unabgängiger», so Tomasi.

Bereits im Jahr 2007 schlug die Kirchenpflege der «Gmeind» einen Ausbau vor. Diese sprach sich nach lebhafter Diskussion knapp gegen den Projektierungskredit aus. Man könne sich eine solche Investition derzeit nicht leisten, lautete der Tenor.

Kredit von 1,5 Millionen Franken

Was ist an der heutigen Situation anders? «Die Vorlage steht finanziell auf sicheren Beinen. Der Kirchensteuerfuss wird sich nicht erhöhen», ist sich Tomasi sicher. Denn die Räume, welche die katholische Kirche derzeit an der Fadmattstrasse für Unterrichtszwecke mietet, kosten jährlich rund 8000 Franken. Die 1,5 Millionen, die für den Bau als Kredit aufgenommen werden müssten, ziehen einen jährlichen Hypothekarzins von rund 15'000 Franken nach sich.

«Die Hälfte wird mit der Kündigung dieser Räume bereits wieder eingespart. Zusätzlich wird auch der Pfarrer einen höheren Mietzins bezahlen, wenn denn seine Wohnung einen besseren Ausbaustandard aufweist. So sollen bis 2020 jährlich 200'000 Franken zurückbezahlt werden, danach noch jeweils 100 000 Franken. Geändert hat sich aber auch das Projekt. «Während das Projekt ‹Esch› aus dem Jahr 2007 noch ein repräsentativer Bau war, handelt es sich bei diesem neuen Projekt um einen klaren Nutzbau», ergänz Eigenmann.

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