Urdorf

Urdorfer Europameister nahm in Paris seinen Pokal entgegen

Strahlendes Siegerlächeln: Bruno Weibel.

Strahlendes Siegerlächeln: Bruno Weibel.

An seinem Gala-Abend hat der Internationale Automobilverband dem Rennfahrer Bruno Weibel die FIA-Lurani-Trophy überreicht.

Grosse Meister verdienen eine grosse Kulisse. Und so lud der Internationale Automobilverband (FIA) am Samstag in den grossen Park an der Champs-­Élysées in Paris, gleich neben der Place de la Concorde. Im 179 Jahre alten Pavillon Gabriel fassten die besten Fahrer der historischen Rennserien ihre Pokale. Mit dabei, im Anzug und mit Krawatte: Bruno Weibel.

Der Urdorfer Rennfahrer hatte 2019 die FIA-Lurani-Trophy in der Formel Junior gewonnen. In seinem Lotus 22 und mit der Rennnummer 68 holte er 54 Punkte und verwies den Briten Cristian Besley und den Italiener Daniele Salodini auf die Ränge 2 und 3.

Den Pokal hat Weibel nun in seinem Geschäft aufgestellt; die Schaffner Racing GmbH im Birmensdorfer Industriegebiet Ristet. Dort hat der 41-Jährige seine grosse Trophäensammlung. Wobei: In seinem Estrich in Urdorf stapeln sich zahlreiche weitere Pokale, die er schon vor vielen Jahren gewonnen hatte.

Auch wenn er bereits zum vierten Mal in Paris eine Trophäe abholte: Weibel hat den Anlass richtig genossen, bei dem knapp zwei Dutzend Trophäen verteilt wurden. «Man trifft viele Fahrer, auch aus anderen Kategorien. Und Funktionäre. Es macht Spass, sich fernab der Rennstrecke zu sehen und einfach ein bisschen quatschen zu können», sagt er. Angereist war er mit dem TGV, trotz seiner Liebe zu Verbrennungsmotoren. «Mit dem Zug nach Paris ist einfach viel entspannter», sagt er. Und Entspannung hat er sich nach der Saison 2019 verdient.

Bereits zum dritten Mal holte er sich diesen Europameistertitel.

Bereits zum dritten Mal holte er sich diesen Europameistertitel.

Dieses Jahr fährt der Beste nicht in der Meisterschaft

In jedem Rennen stand er am Schluss auf dem Podest. Fünf gewann er, fünfmal wurde er Zweiter und zweimal Dritter. Auf dem Nürburgring stellte er zudem einen neuen Formel-Junior-Rundenrekord auf. Nur logisch, dass er die FIA-Lurani-Trophy gewann und sich damit offiziell Europameister der Formel Junior nennen darf. Bereits zum dritten Mal holte er sich diesen Europameistertitel.

Nun nimmt er eine Auszeit. «Die Meisterschaft 2020 fahre ich nicht. Aber vielleicht picke ich einzelne Rennen heraus und fahre dort mit», sagt Weibel. Schade bloss, dass seine Lieblingsstrecke im holländischen Zandvoort heuer nicht auf dem Rennkalender der FIA-Lurani-Trophy steht. Als Strecke, bei der er je nach Zeit und Lust mitfährt, kommt insbesondere Imola in Italien in Frage. Die Strecke ist Formel-1-Fans als ehemaliger Grand Prix von San Marino bekannt, der hier bis 2006 ausgetragen wurde.

Ob Weibel 2021 wieder richtig einsteigt, lässt er offen. «Ich habe noch nichts geplant. Vielleicht wird für mich auch eine andere Meisterschaft interessant», sagt der Urdorfer mit Benzin im Blut, der sich Zeit für seine Firma, seine Frau und seine beiden Kinder nehmen will.

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