Das Leitbild des Gemeinderats nennt sich «Urdorf 2010+». In ihm sind rund 75 konkrete Massnahmen aufgelistet, die der Gemeinderat in der nächsten Zeit realisieren will.

Wie der Gemeinderat kürzlich mitteilte, steht im Leitbild drin, dass Urdorf insbesondere als familienfreundliche Gemeinde positioniert werden solle. In diesem Sinne verlief die Gemeinderatssitzung vom 4.Oktober ab. Er beschloss nämlich, die Finanzierung der Elternbriefe ab Januar 2011 zu übernehmen.

Wichtige erste Jahre

Wie die Urdorfer Exekutive in einer kürzlich herausgegebenen Pressemitteilung schreibt, seien die ersten Lebensjahre eines jungen Menschen wichtig und prägend für dessen Entwicklung. Der Elternbrief der Pro Juventute unterstütze daher seit Jahren die Eltern in Erziehungsfragen ihrer Kinder und sei bis anhin allen Ersteltern während der ersten drei Lebensjahre des Kindes kostenlos zugestellt worden. Diese Zustellung übernimmt das Amt für Jugend- und Berufsberatung.

Kanton zahlt nicht mehr

Der Gemeinderat Urdorf teilt weiter mit, dass die Administration des Verteilens des Elternbriefes durch die Pro Juventute sichergestellt sei, hingegen sei der Kanton ausgestiegen. Dieser habe nämlich bisher die Finanzierung dieses familienpolitisch sinnvollen Vorhabens sichergestellt. Dies sei heute nicht mehr so. Der Grund sind laut Urdorfer Exekutive die kantonalen Sparbemühungen. «Aufgrund dieser ist eine weitere Finanzierung seitens des Kantons ab dem Jahr 2011 nicht mehr möglich», schreiben die Urdorfer Behörden.

Gemeinden springen ein

Urdorf werde mit einem jährlichen Beitrag in der Höhe von rund 6700Franken die Ersteltern weiterhin mit dem kostenlosen Elternbrief, zusätzlich auch für das vierte bis sechste Lebensjahr, bedienen, schreibt die Exekutive. Die Kostenübernahme sei vorerst auf drei Jahre befristet und werde bei einer Verlängerung auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. 1300Kommunen in der Schweiz finanzieren mittlerweile den Elternbrief. (fuo)