Tempo 30
Urdorf will die Strassen für Tempo 30 fit machen

Aus finanziellen Gründen kann die Gemeinde Tempo 30 nur in Etappen einführen. In den nächsten Jahren sollen aber weitere Quartiere umgerüstet werden.

Flavio Fuoli
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Die Strasse «In der Fadmatt» ist sanierungsbedürftig und wird deshalb dieses Jahr in eine Tempo-30-Zone umgewandelt.

Die Strasse «In der Fadmatt» ist sanierungsbedürftig und wird deshalb dieses Jahr in eine Tempo-30-Zone umgewandelt.

Flavio Fuoli

Urdorf will weitere Quartiere mit Tempo 30 versehen. Wie der Gemeinderat mitteilte, werden die Weihermattstrasse, die Strasse «In der Fadmatt», die Uitikonerstrasse und die untere Bahnhofstrasse in den kommenden Jahren dem Verkehrsaufkommen baulich angepasst uns so für Tempo30 fit gemacht.

Realisierung des Leitbilds

Die Sicherheit, insbesondere auf den kommunalen Strassen, sei für den Gemeinderat seit Jahren ein relevantes Thema. In seinem Leitbild «Urdorf 2010+» habe er manifestiert, dass auf eigentlichen Quartierstrassen Tempo 30 geprüft werden soll. Tempo 30 könne allerdings nur dann sinnvoll, wirkungsvoll und nachhaltig umgesetzt werden, wenn die Strassenraumgestaltung die angestrebte Geschwindigkeitsbeschränkung unterstützt, teilt der Gemeinderat mit.

Im genannten Strassenperimeter Weihermattstrasse, «In der Fadmatt», Uitikonerstrasse sowie Untere Bahnhofstrasse würden sich vor dem genannten Hintergrund bauliche Massnahmen aufdrängen. Der Gemeinderat habe im vergangenen Februar ein Gesamtkonzept zur Sanierung der genannten Strassenabschnitte beschlossen.

Der Gemeinderat hat sich für dieses Jahr für die Realisierung der Strasse «In der Fadmatt» entschieden. Die Strasse sei unmittelbar sanierungsbedürftig. Gemäss Angaben von Gemeindeschreiber Urs Keller sind im Voranschlag 2012 1,2 Millionen Franken eingestellt. Dieser Betrag entspreche einer Kostenschätzung, definitive Zahlen seien derzeit noch nicht bekannt, weil noch kein Ausführungsprojekt vorliege, so Keller.

Der gemeinderätliche Entscheid, zuerst die Strasse «In der Fadmatt» anzugehen, bedeute laut Keller, dass dieses Jahr lediglich diese Strasse saniert und in Tempo 30 überführt werde. «Mit Rücksicht auf die Finanzen werden die weiteren Strassenzüge erst ab 2013 und in den Jahren fortlaufend umgebaut», erklärt der Gemeindeschreiber gegenüber der Limmattaler Zeitung. Er bestätigt auch, dass die Tempo-30-Massnahmen in der Strasse «In der Fadmatt» im Rahmen der Strassensanierung auch gleich eingebaut werden.

Überdimensionierte Strassen

Beim Bau der Weihermattstrasse, der Strasse «In der Fadmatt» und der Uitikonerstrasse sei früher davon ausgegangen worden, dass sich Urdorf zu einer Stadt mit mehr als 20000 Einwohnern entwickeln würde. Diese Strassen sollten als Erschliessungsgebiete für weitere grosse Siedlungsgebiete im Perimeter «ob der Bahn» dienen, heisst es in der Mitteilung des Gemeinderats.

Nun hätten sich aber die raumplanerischen Rahmenbedingungen, insbesondere mit dem vor rund vierzig Jahren eingeführten eidgenössischen Raumplanungsgesetz, grundlegend verändert. In der Folge seien die heutigen Geometrien der genannten Strassenabschnitte überdimensioniert und werden mit überhöhten Geschwindigkeiten befahren.