Urdorf
Nach zwei Jahren findet erstmals wieder eine Gemeindeversammlung statt – und es gibt einiges zu besprechen

Am 1. Dezember treffen die Urdorfer Bevölkerung und die Politik nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder aufeinander. Es stehen zahlreiche Vorlagen zur Abstimmung.

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Am 1. Dezember kommt es in der Urdorfer Mehrzweckhalle Zentrum wieder zum Tête-à-Tête zwischen Bevölkerung und Politik.

Am 1. Dezember kommt es in der Urdorfer Mehrzweckhalle Zentrum wieder zum Tête-à-Tête zwischen Bevölkerung und Politik.

Archivbild: Bettina Hamilton-Irvine

Nachdem die Urdorfer Gemeindeversammlungen im Jahr 2020 und diejenige im Sommer 2021 aufgrund der Coronapandemie ausgefallen – beziehungsweise die vom Dezember 2020 durch eine Urnenabstimmung am 31. Januar 2021 ersetzt – worden waren, soll es nun nach zwei Jahren wieder eine geben. Die nächste Gemeindeversammlung findet am 1. Dezember um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Zentrum statt, wie die Gemeinde in einer Mitteilung ankündet. Wegen der vielen Verschiebungen sind nun zahlreiche Traktanden vorgesehen.

Zum einen steht die Revision der Besoldungsverordnung an, die unter anderem die Entschädigung des Behördenpersonals regelt. Der Urdorfer Gemeinderat und die Schulpflege hatten das Dokument im Zusammenhang mit der Bildung einer Einheitsgemeinde per 1. Januar 2022 auf seine Aktualität geprüft. Dabei seien die beiden Gremien zum Schluss gekommen, dass die Verordnung «nach wie vor zeitgemäss ist und die darin enthaltenen Ansätze für sämtliche Behörden angemessen sind», heisst es in der Mitteilung.

Abgesehen von einem Abzug von 32'000 Franken für die beiden entfallenden Schulpflegeressorts soll die gesamte Entschädigung für den Gemeinderat und die Schulpflege somit «bei leicht angepasster Zuteilung» auch nach der Einführung der Einheitsgemeinde unverändert bleiben. Insgesamt wird sie sich auf insgesamt 424'040 Franken belaufen.

Da der Erlass nur noch Bestimmungen zur Entschädigung der Behörden enthalte, wollen der Gemeinderat und die Schulpflege ausserdem die Bezeichnung Besoldungsverordnung in Entschädigungsverordnung abändern.

Lernlandschaften in der Sekundarstufe Moosmatt günstiger als erwartet

Weiter darf die Urdorfer Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember darüber abstimmen, ob sie mit der Bauabrechnung für das Projekt «Lernlandschaften Sekundarstufe Moosmatt» einverstanden ist oder nicht. Diese fiel gemäss einer Mitteilung der Gemeinde von Ende April mit rund 583'737 Franken knapp 14'563 Franken günstiger aus als im revidierten Kostenvoranschlag festgehalten.

Das Projekt «Lernlandschaften Sekundarstufe Moosmatt» wurde im Sommer 2019 fertiggestellt und umfasste den Umbau zweier Klassenzimmer zu einem Raum mit speziellen Lernplätzen für die Schülerinnen und Schüler. Die Stimmbevölkerung hatte dafür 2018 einen Kredit über 530'000 Franken genehmigt. Aufgrund der «unerwartet gestiegenen Schülerzahl» wurde ein im revidierten Kostenvoranschlag enthaltener Zusatzkredit von 71'500 für ein zusätzliches Klassenzimmer bewilligt.

Eine Schülerin lernt in den neuen Lernlandschaften der Sekundarschule Moosmatt in Urdorf am 15. Januar 2020.

Eine Schülerin lernt in den neuen Lernlandschaften der Sekundarschule Moosmatt in Urdorf am 15. Januar 2020.

Severin Bigler

Darüber hinaus legen der Gemeinderat und die Schulpflege der Bevölkerung an der nächsten Gemeindeversammlung ihre jeweiligen Budgets für das Jahr 2022 vor. Gemäss aktueller Mitteilung rechnet die Schulgemeinde für nächstes Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 1,5 Millionen Franken, die Politische Gemeinde mit einem Aufwandüberschuss von knapp 868'000 Franken.

Der Steuerfuss bleibt unverändert

Zur Abstimmung kommen auch die jeweiligen Jahresrechnungen 2020 der beiden Gremien, über welche die Gemeinde Urdorf bereits im April in einer Mitteilung informiert hatte. Demnach verzeichneten sowohl die Schulgemeinde als auch die Politische Gemeinde einen Ertragsüberschuss von rund 1,212 Millionen respektive 1,453 Millionen Franken.

Der Steuerfuss in Urdorf bleibt sowohl für die Politische Gemeinde als auch die Schulgemeinde unverändert auf 59 Prozent, wie es auf Nachfrage bei der Gemeinde heisst. Da die Beschlussfassung vor dem Inkrafttreten der Einheitsgemeinde erfolgte, werden das Budget und der Steuerfuss für die beiden Gremien noch einzeln ausgegeben. Ab 2023 wird es dann nur noch einen Steuerfuss und ein Budget geben. Die Jahresrechnung für das laufende Jahr erscheint 2022 bereits konsolidiert. (sho)

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