Ertrag als auch Aufwand fielen höher aus als angenommen. «Wir haben rund 300000 Franken mehr ausgegeben, als budgetiert war», sagt Finanzvorstand Thomas Hächler (FDP). Die grössten Abweichungen resultieren beim Alterszentrum: Investitionen von rund 4,7 Millionen wurden auf 2012 verschoben.

Dadurch habe es geringere Abschreibungen in der laufenden Rechnung gegeben, so Hächler. Hinzu kommt: «In den Bereichen Kultur und Freizeit sowie Soziale Wohlfahrt gab es markant höhere Aufwendungen», so Hächler.

Hächler will Schulden abbauen

Der Ertrag war etwa 1 Million höher als budgetiert. «Die ordentlichen Steuern sind in den letzten Jahren konstant gestiegen, insbesondere bei den juristischen Personen», hält Hächler fest. 27 Prozent der Steuereinnahmen kamen von juristischen Personen. Mit dem Gesamtergebnis ist Hächler zufrieden.

«Wir haben besser abgeschnitten als geplant. Dies, obwohl unsere Steuerkraft im kantonalen Mittel liegt und wir deshalb keinen Ressourcenausgleich erhalten haben.» Ein Wermutstropfen ist für ihn, dass das Fremdkapital um fast 13 Millionen auf über 46 Millionen angewachsen ist. «In den kommenden Jahren müssen wir dringend Schulden abbauen», so der Finanzvorstand.

Fast 2 Millionen Ertragsüberschuss

Auch die Schulgemeinde kann auf ein finanziell erfolgreiches Jahr zurückblicken. Es resultierte ein Ertragsüberschuss von 1,9 Millionen Franken, das sind 1,6 Millionen mehr als geplant. «Die Investitionskosten konnten zu 100 Prozent aus eigenen Mitteln gedeckt werden», sagt Irmgard Struchen (CVP), Finanzvorsteherin der Schulgemeinde. Das Eigenkapital beläuft sich nun auf 11,3 Millionen. Der Gesamtaufwand war mit 17,7 Millionen leicht tiefer als budgetiert.

Der Ertrag fiel 1,3 Millionen höher aus als die geplanten 18,3 Millionen. «Die Mehreinnahmen sind auf die ordentlichen Steuern des Rechnungsjahres und die aktiven Steuereinnahmen zurückzuführen», sagt Struchen. Weitere Investitionen stehen in den kommenden Jahren an – Struchen rechnet mit etwa acht Millionen in den nächsten drei Jahren. Dies für Sanierungsmassnahmen an den Schulhäusern Bahnhofstrasse, Feld 2 und der Turnhalle Bahnhofstrasse. «Dabei handelt es sich um Werterhaltungsmassnahmen», so Struchen weiter.

Projekt fast abgeschlossen

Bereits in den vergangenen Jahren wurde in die Schulhäuser investiert. Das Schulraumprojekt 2010 steht kurz vor dem Abschluss. Als letztes Teilprojekt konnte Mitte 2011 der Umbau am Schulhaus Weihermatt gestartet werden. Ist er abgeschlossen, verfügt Urdorf in allen Schulhäusern über die gesetzlich vorgeschriebene Infrastruktur für Gruppenarbeiten und Tagesstrukturen. «Gleichzeitig haben wir attraktive Arbeitsplätze für Schüler und Lehrpersonen», ist Struchen überzeugt.