Abstimmung
Grosse Erleichterung beim FC Urdorf: 69 Prozent sagen Ja zum Kunstrasen

Die Stimmberechtigten heissen den Kredit in der Höhe von 2,7 Millionen Franken für den geplanten Kunstrasenplatz an der Urne deutlich gut.

Sibylle Egloff und Ruedi Burkart
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Jubel beim FC Urdorf: Finanzvorstand Thomas Jenny, Präsident René Janz und Ex-Präsident Sandro Agosti freuen sich über das Ja zum Kunstrasen.

Jubel beim FC Urdorf: Finanzvorstand Thomas Jenny, Präsident René Janz und Ex-Präsident Sandro Agosti freuen sich über das Ja zum Kunstrasen.

Chris Iseli

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Nachdem das Urdorfer Stimmvolk im Jahr 2007 den Bau eines Kunstrasens noch abgelehnt hatte, sagte es am Sonntag klar Ja. 1370 Personen stimmten für das Anliegen des Fussballclubs Urdorf, 619 dagegen. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 33 Prozent. Ein deutliches Zeichen von Seiten der Bevölkerung. «Ich weiss nicht, wann ich letztmals in meinem Leben so nervös gewesen war», meinte René Janz, der Vereinspräsident des FCU, kurz vor der Verkündung der Resultate. Jetzt können er und seine Mitstreiter durchatmen.

Das Bangen und Hoffen hat sich gelohnt. Sollte alles nach Plan laufen und keine Einsprachen das Projekt verzögern, werden schon im kommenden Herbst die Fussballerinnen und Fussballer des FC Urdorf auf dem neuen Kunstrasen trainieren und spielen können. Mit dem Abstimmungsresultat vom Sonntag haben zweieinhalb Jahre Arbeit einen erfreulichen Abschluss gefunden, bekundete der FCU doch bereits an seinem 50-Jahr-Jubiläum 2018 sein Anliegen gegenüber Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner. Präsident Janz ist erleichtert:

«Am meisten freut mich, dass das Resultat dermassen klar ausgefallen ist.»

Er sei sehr zuversichtlich gewesen, dass das Anliegen an der Urne durchkommen würde, so der FCU-Präsident weiter, «aber es kann immer alles passieren», sagt Janz. Doch jetzt ist der Kunstrasen in Urdorf definitiv abgesegnet, die Unsicherheiten sind passé. Gross gefeiert wurde am Sonntagnachmittag allerdings nicht. «Nur schon wegen Corona ist das nicht möglich», so Janz, «aber ein Bierchen liegt alleweil drin.»

Probebohrungen starten schon ein Tag nach der Abstimmung

Schon am Montag wird erstmals für den neuen Kunstrasen gearbeitet. Laut Janz werden auf dem Areal beim Golfplatz Probebohrungen vorgenommen, um die Beschaffenheit des Bodens zu erforschen. «Es geht voran, das gibt uns im Verein auch viel zusätzliche Motivation, die Zukunft zu planen.» Apropos: Auf welche Art der neue Platz im Herbst eingeweiht werden soll, ist noch offen. Man habe die eine oder andere Idee, so Janz. Jetzt wisse man, was Sache ist und könne die Planung an die Hand nehmen.

Auch der Gemeinderat zeigt sich erfreut über das Resultat. «Wir sind zufrieden, dass die Vorlage an der Urne bestätigt wurde und der FC Urdorf endlich das geplante neue Fussballfeld erhält und seine sportlichen Bedürfnisse bald abdecken kann», sagt Liegenschaften- und Sportbetriebevorstand Adrian Stutz (SVP). Der Gemeinderat freue sich auch für die Kinder, Jugendlichen und neu auch Mädchen, die ihrem Hobby in Urdorf nun nachgehen können. Positiv sieht Stutz das Abstimmungsergebnis aber nicht nur für die Fussballerinnen und Fussballer, sondern für alle Urdorfer Sportvereine. «Weil der FC Urdorf den Kunstrasenplatz auch im Winter benutzen kann, werden Hallenkapazitäten frei. Davon können andere Vereine profitieren.»

Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP) freut sich ebenso für den FC Urdorf. «Das Warten hat für den Verein ein Ende. Es ist erfreulich, dass das langersehnte Projekt nun umgesetzt werden kann.» Fussball sei ein niederschwelliger Breitensport, zu dem jedes Kind ohne grosse finanzielle Mittel Zugang habe. «Ich freue mich, dass die erfolgreiche Jugendarbeit des FC Urdorf damit gestärkt und ausgebaut wird. Besonders gefällt mir, dass nun auch Mädchen in Urdorf Fussball spielen können.»