Urdorf
Ein historischer Schritt: Urdorfer Gemeinderat schlägt Steuersenkung vor

Seit 2008 hat Urdorf einen Gesamtsteuerfuss von 118 Prozent. Geht es nach dem Budget 2023 des Gemeinderats, wird dieser an der nächsten Gemeindeversammlung gesenkt.

David Egger
Drucken
Seit 2008 hat sich der Steuerfuss von Urdorf nicht verändert.

Seit 2008 hat sich der Steuerfuss von Urdorf nicht verändert.

Severin Bigler

Für die nächste Gemeindeversammlung beantragt der Urdorfer Gemeinderat einen historischen Schritt: Er rüttelt am Gesamtsteuerfuss von 118 Prozent, der schon seit dem Jahr 2008 stets gleich geblieben ist. Konkret beantragt der Gemeinderat mit dem Budget 2023 einen Steuerfuss von neu 115 statt 118 Prozent, wie er in einer Mitteilung schreibt.

Über diese beantragte Steuersenkung wird die Gemeindeversammlung abstimmen, welche am Mittwoch, 30. November, um 20 Uhr in der Zentrumshalle stattfindet. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wird die Einladung zur Versammlung am 27. Oktober amtlich publiziert und am 8. November wird die Gemeinde die detaillierte Weisung zur Gemeindeversammlung veröffentlichen.

Nicht nur das Budget 2023 ist Thema der Gemeindeversammlung

Das Budget mit dem tieferen Steuerfuss schliesst mit einem Plus von etwas mehr als zwei Millionen Franken. Der Gesamtaufwand beträgt 78,9 Millionen Franken und der ­Gesamtertrag 80,9 Millionen Franken.

Die Gemeindeversammlung wird sich neben dem Budget 2023 auch mit der Revision der kommunalen Richtplanung befassen. Des Weiteren werden ehemalige Mitglieder des ­Gemeinderats und der Schulpflege offiziell verabschiedet – in beiden Gremien gab es (nach den Wahlen im Frühling 2022) im Sommer 2022 diverse Wechsel. Den Schluss der Versammlung bildet der traditionelle Jahresrückblick und -ausblick der Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (EVP) sowie der ebenso traditionelle Apéro nach der Versammlung, der nach ­Corona-bedingter Pause nun wieder stattfinden soll.