Abstimmung
Urdorf: 1,4 Millionen bar in der Kasse

Die Versammlung der Reformierten Kirchgemeinde in Urdorf genehmigte das Budget 2011 und Hilfsprojekte.

Flavio Fuoli
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Aargauer Zeitung

Die stattliche Zahl von 61 Stimmberechtigten besuchte gestern Vormittag die Versammlung der Reformierten Kirchgemeinde. Was sie von Finanzverwalter Thomas Senn zu hören bekamen, dürfte die Zuhörer erfreut haben. Bei einem Aufwand von 1,671 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,687 Millionen resultiert im Voranschlag 2011 ein Ertragsüberschuss von knapp 16000 Franken.

Gute Eigenkapitalbasis

Positiv war auch Senns Bericht über die Finanzplanperiode 2010 bis 2014. Zwar sinken die Überschüsse leicht und es resultiert gar 2013 ein kleines Minus, doch sei dies angesichts der guten Eigenkapitalbasis absolut zu verkraften. Das Eigenkapital beträgt nämlich voraussichtlich Ende 2011 3,202 Millionen Franken. Zwischen 2010 und 2014 werde es sich um lediglich 15000 Franken verringern, blickte der Finanzvorstand voraus. Hinsichtlich Eigenkapital legte er gleich eine positive Meldung nach: Von den 3,2 Millionen Franken hat die Kirchgemeinde deren 1,418 Millionen Franken bar in der Kasse.

Liegenschaften gut unterhalten

Senn orientierte die Versammlung ferner darüber, dass das Mehrfamilienhaus Baurenacker der Kasse jährlich 1,75 Steuerprozente einbringe. Und dies nach Abzug der Abschreibungen, wie er auf eine Frage aus der Versammlung sagte.

In den nächsten fünf Jahren werde die Kirche 200000 Franken in die Liegenschaften investieren müssen. Dieser Betrag sei deshalb so bescheiden, weil die Liegenschaften gut unterhalten und in einem sehr guten Zustand seien. Die Versammlung genehmigte den Voranschlag mit einem gleich bleibenden Steuerfuss von 9 Prozent für natürliche Personen und 4,59 Prozent für juristische Personen einstimmig.

Unterstützung für Bellinzona

Die Versammlung unterstützte den Vorschlag der Kirchenpflege für die ordentliche Inlandhilfe einstimmig. Für die nächsten vier Jahre werden die Urdorfer Reformierten der Kirchgemeinde Bellinzona jährlich 10000 Franken spenden.

Die Unterstützung dauere bereits seit 2003 an, erklärte Kirchenpflegerin Cindy Gehrig der Versammlung. Das Projekt sei für 2003 bis 2006 und nochmals für 2007 bis 2010 von der Versammlung bewilligt worden.

Bellinzona sei eine Diaspora-Gemeinde, welche über 70 politische Gemeinden umfasst. Kirchensteuern für Reformierte würden im Tessin bloss auf freiwilliger Basis entrichtet.

Gehrig orientierte ferner über die ausserordentlichen Inland- und Auslandhilfen fürs nächste Jahr, die 15000, respektive 10000 Franken umfassen.

Ab 2016 nur noch eine Pfarrstelle?

Präsident Alfred Bruppacher orientierte die Versammlung angesichts des Wegzugs von Pfarrer Andreas Bruderer über die Tatsache, dass man mit über 3000 Gemeindegliedern weiterhin Anrecht auf zwei Pfarrstellen habe. Schreite die Mitgliederreduktion weiter voran, werde man wohl ab 2016, der ordentlichen Pfarrwahl, nur noch über eine Pfarrstelle verfügen können.

Am 6.Februar 2011 wähle eine ausserordentliche Gemeindeversammlung die Pfarrwahlkommission, bestehend aus den sieben Mitgliedern der Kirchenpflege und weiteren sechs Personen. Ende 2011, spätestens bei der regulären Pfarrwahl 2012 soll die neue Pfarrperson gewählt sein. Ab 1.März 2011 soll Urdorf eine Stellvertretung bekommen. Claude Fuchs und Werner Utzinger, beides pensionierte Pfarrer, würden zudem sporadisch Stellvertretungen übernehmen.