Unwetter richten neben Sach- auch grosse finanzielle Schäden an. 2013 beliefen sie sich in der Schweiz auf 125 Millionen Franken. Dem Kanton Zürich entstand ein geschätzter Schaden von 8,6 Millionen Franken. Das Limmattal kam dabei noch glimpflich davon: Nur zwei durch Unwetter verursachte Schäden sind in der Jahresuntersuchung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) aufgeführt. Die entstandenen Schäden beliefen jeweils weniger als 400 000 Franken. Todesfälle gab es keine.

Anfang Juni 2013 schwoll die Limmat nach heftigen Regengüssen stark an. Der Region drohte akutes Hochwasser. In Oberengstringen trat der Fluss dann tatsächlich über die Ufer, die Feuerwehr musste ausrücken. Der zweite grosse Schadensfall ereignete sich anfangs Mai in Killwangen, wo bei einem Erdrutsch im Killwangener Wald 9000 Kubikmeter Schlamm in Bewegung gerieten und einen Bachlauf verwüsteten.

Höhere Schäden als im Vorjahr

Schweizweit zeigte sich ein ähnliches Bild. Am 1. Mai führten lang anhaltende Niederschläge, Anfang Juni heftige Gewitter in grossen Teilen des Landes zu Unwetterschäden. Auf dem Zürcher Kantonsgebiet kam es zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr und Polizei, Hauptursache waren überschwemmte Strassen und Erdrutsche. 2013 war aber ein «geringes bis mässiges Schadensjahr». Die Schäden fielen laut der WSL deutlich geringer als im langjährigen Durchschnitt aus, waren jedoch mehr als dreimal höher als im Vorjahr.

Die WSL erfasst Meldungen aus rund 3000 Schweizer Medien über Schäden durch Gewitter, Dauerregen und Schneeschmelze und wertet sie aus. Anhand dieser Daten schätzt sie die Schadenskosten versicherter, unversicherter und nicht versicherbarer Schäden durch Unwetter ein.