Oberengstringen

Unvergessliches Freundschaftsspiel Engstringen-Mexiko

Viva Mexico: Guido Schär vor dem «Meierhöfli» in Unterengstringen

Viva Mexico: Guido Schär vor dem «Meierhöfli» in Unterengstringen

Guido Schär erzählt von zwei unvergesslichen Freundschaftsspielen mit dem FC Engstringen im Jahr 1992.

Als wir in Mexiko ankamen, hatte ich Geburtstag. Man drückte mir deshalb im Restaurant eine Torte ins Gesicht. Einen Tag später stand das Freundschaftsspiel unserer Engstringer Veteranen gegen eine Auswahl von mexikanischen Internationalen auf dem Programm. Wir fuhren vom Hotel weg mit einem Car etwa eine Dreiviertelstunde, unter anderem durch Slums. Auf dem Weg sahen wir auch einige Fussballplätze – nur Stein und Sand, furchtbar! Wir dachten schon, wir müssten auf so einem spielen. Doch dann waren da plötzlich hohe Mauern. Ein Tor ging auf, wir fuhren hinein: eine Riesensportanlage! Magglingen ist ein Seich dagegen. Das ist, wie ich annehme, bis heute das offizielle Camp der Nationalmannschaften Mexikos. Wir verloren hoch, wie schon das erste Spiel in der Schweiz.

Das Ganze war per Zufall zustande gekommen. Ich erhielt auf der Geschäftsstelle beim Zürcher Fussballverband einen Anruf vom Hamburger SV. Sie hätten ein Team aus mexikanischen Altinternationalen bei sich, die vorher auch in London, Paris und Madrid gespielt hätten und als Nächstes gern in Zürich ein Spiel bestreiten würden. Ich lud sie natürlich gleich nach Engstringen ein. Wir organisierten eine grosse Sache, 300 bis 400 Zuschauer kamen auf die Brunewiis. An die Namen der Mexikaner kann ich mich nicht mehr erinnern, einer hatte eine kurzen: Tito oder Pinto oder so. Nach dem Spiel offerierten wir ihnen im Restaurant Freihof ein Nachtessen. Plötzlich kamen wir auf die Idee, dass wir sie in Mexiko besuchen könnten.

Wir waren dann mit einer Gruppe von fast 30 Personen insgesamt eine Woche dort. Eigentlich wegen des Fussballs, aber wir schauten uns die Stadt und die Gegend an. Beim Retourflug hatte es jede Menge Leute am Flughafen. Ich sagte zu meiner Frau: Warten wir ab. Wir zeigten als Letzte unsere Tickets, worauf man uns sagte, es hätte keinen Platz mehr, wir könnten stattdessen in die First Class hoch. So flogen wir im Luxus, die Kollegen durften uns nicht einmal besuchen am Platz.

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