Unterengstringen
Unterengstringen: Verwaltungsgericht gibt Rekurrenten recht

Das Zürcher Verwaltungsgericht hebt den Vergabeentscheid für das Gemeindehaus-Neubauprojekt auf. Die Angelegenheit wird an die Gemeinde zurückgewiesen. Diese muss den Zuschlag dem beim Architekturwettbewerb zweitplatzierten Büro vergeben.

Sandro Zimmerli
Merken
Drucken
Teilen
Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes für ein neues Gemeindehaus an der Dorfstrasse in Unterengstringen.

Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes für ein neues Gemeindehaus an der Dorfstrasse in Unterengstringen.

Zur Verfügung gestellt

Grund für den Entscheid ist die Punktevergabe bezüglich des angebotenen Preises. Gemäss Urteil darf «die Einreichung eines sehr günstigen Angebotes nicht zur Folge haben, dass die übrigen Angebote für den offerierten Preis keine Punkte erhalten». Demnach müsste das zweitplatzierte Architekturbüro mehr Punkte erhalten, was dazu führt, dass es den Zuschlag erhalten muss.

Gemeinderat prüft weiteres Vorgehen

Gemeindepräsident Peter Trombik erklärte an der Gemeindeversammlung, dass der Gemeinderat nun prüfen werde, wie er weiter vorgehen werde. Gemäss Gesetz ist es möglich mit einer Beschwerde an das Bundesgericht zu gelangen. Dort hatte der Gemeinderat jüngst einen Erfolg erzielt. Anfang Jahr entschieden die Richter in Lausanne, dass das von der Gemeinde durchgeführte «Public Voting» im Rahmen des Submissionsverfahren rechtens war.

Das zweitplatzierte Architekturbüro hatte diesen Vergabeentscheid angefochten und bekam vom Verwaltungsgericht recht. Das Bundesgerichtsehob diesen Entscheid auf und wies die Sache an das Verwaltungsgericht zur Neubeurteilung zurück. Mit dem neuerlichen Entscheid des Verwaltungsgerichts ist diese Neubeurteilung nun erfolgt.