Unterengstringen
Steuerfuss in Unterengstringen soll weiter bei 82 Prozent liegen

Der Gemeinderat beantragt der Unterengstringer Gemeindeversammlung, den Steuerfuss auf dem gleichen Niveau zu lassen. Das Budget 2022 prognostiziert einen grösseren Verlust als auch schon.

Lydia Lippuner
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Das Gemeindehaus in Unterengstringen.

Das Gemeindehaus in Unterengstringen.

Florian Schmitz

Die Traktandenliste an der Unterengstringer Gemeindeversammlung vom 8. Dezember im Gemeindesaal ist kurz. Die Gemeindeversammlung muss lediglich über das Budget und den Steuerfuss des nächsten Jahres abstimmen. Der per 2020 auf 82 Prozent gesunkene Steuerfuss soll beibehalten werden.

Das vom Gemeinderat beantragte Budget weist einen Aufwandüberschuss von 1,2 Millionen Franken aus. Das prognostizierte Minus ist damit höher als im Budget 2021, das noch ein Minus von rund 980'000 Franken auswies. Die grössten Abweichungen seien dabei auf die Bereiche Bildung und Verkehr zurückzuführen. So rechnet die Gemeinde wegen steigenden Schülerzahlen und der Bildung von zusätzlichen Klassen sowie Sonderschulmehrkosten mit erhöhten Kosten. Aufgrund der Pandemie habe sich auch der Defizitanteil, den die Gemeinde an die ZVV bezahlen muss, massiv erhöht - nämlich um rund 120'000 Franken.

In Sachen Investitionen macht das Budget 2022 nicht gross von sich reden: Es sind im Verwaltungsvermögen Nettoinvestitionen von rund 1,57 Millionen Franken vorgesehen.

Der Gemeinderat erwähnt im beleuchtenden Bericht zur Gemeindeversammlung auch, dass die Prognose für den Abschluss des laufenden Jahres aufgrund des Zwischenberichts erfreulich aussehe. «Es darf für den Gemeindehaushalt wiederum mit einem positiven Rechnungsabschluss von über einer Million Franken gerechnet werden», heisst es. Die Coronapandemie bleibe aber weiterhin der Taktgeber für die wirtschaftliche Entwicklung, entsprechend unsicher seien konjunkturelle Vorhersagen.

Die Gemeindeversammlung Unterengstringen findet am 8. Dezember um 20 Uhr im Gemeindesaal beim Schulhaus Büel statt. Das Covid-19-Schutzkonzept sieht vor, dass die Personendaten der Versammlungsteilnehmerinnen und Teilnehmer erfasst werden (sogenanntes Contact-Tracing). Für die Gemeindeversammlung gilt eine allgemeine Maskenpflicht. Ein Covid-Zertifikat ist nicht vorgeschrieben.

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