Unterengstringen
95 Prozent der neuen Parkbewilligungen wurden bisher per App gelöst

Nach einem knappen Monat haben rund 60 Unterengstringer eine digitale Parkbewilligung gekauft. Zudem hat die Gemeinde die Bezahlmöglichkeiten für gebührenpflichtige Parkplätze modernisiert.

Lydia Lippuner
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Mit Münz oder Handy bezahlen: Neu können Unterengstringerinnen und Unterengstringer auch digitale Parkbewilligungen und Parktickets lösen – hier im Bild der Parkplatz beim Gemeindehaus.

Mit Münz oder Handy bezahlen: Neu können Unterengstringerinnen und Unterengstringer auch digitale Parkbewilligungen und Parktickets lösen – hier im Bild der Parkplatz beim Gemeindehaus.

Lydia Lippuner

Bislang haben in Unterengstringen laut der Gemeinde bereits rund 60 Anwohner eine digitale Parkbewilligung gekauft. Seit April müssen sich Unterengstringer, die länger als fünf Stunden in der weissen Zone parkieren wollen, zuerst online registrieren. Die Gemeinde sei zufrieden mit der Umsetzung des neuen Parkregimes, gibt Gemeindeschreiber Pascal Brun zu Protokoll. «Wir nehmen Verbesserungsvorschläge aus der Bevölkerung gerne entgegen, bisher sind noch keine eingegangen.»

Um eine digitale Parkbewilligung zu beantragen, stehen den Anwohnerinnen und Anwohnern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Unterengstringer können sich entweder auf der Website von Parkingpay registrieren oder die kostenlose App herunterladen und die Bewilligung über das Smartphone beantragen. Anwohner ohne Internetzugang können sich an den Schalter der Einwohnerkontrolle wenden. In jedem Fall wird die Parkbewilligung digital ausgestellt und muss somit nicht mehr im Auto hinterlegt werden. Bestehende physische Parkkarten bleiben aber noch bis zum Ablaufdatum gültig. Bisher ist die Variante mit dem Handy besonders beliebt: 95 Prozent der Bewilligungen wurden laut Gemeinde via Parkingpay-App gelöst.

Polizei verteilte noch nicht viele Bussen

Bei der Parkplatzkontrolle greift die Polizei nun ebenfalls auf die digitale Datenbank zu. Bislang seien den Ordnungshütern aber noch nicht viele Parksünder ins Netz gegangen. «Die Signalisationsänderung wurde frühzeitig in der ‹Limmattaler Zeitung› und in den Unterengstringer Nachrichten publiziert, sodass die Einwohnerinnen und Einwohner informiert waren», sagt Brun.

Klick für Klick zur digitalen Parkbewilligung

Die Anleitung, um die digitale Parkbewilligung zu erstellen, findet man auf der Gemeindewebsite. Die Jahresbewilligung kostet 400, die Monatsbewilligung 40 und die Tagesbewilligung 10 Franken. Die Parkingpay-App kann überdies auch in anderen Schweizer Gemeinden und Städten eingesetzt werden.

Mit dem neuen Regime geht die Gemeinde auf Klagen ein, dass auswärtige Pendler tagsüber in Wohnquartieren Parkplätze blockieren. Seit April dürfen Auswärtige statt 15 maximal fünf Stunden am Stück in der weissen Zone parkieren. Die neuen Regelungen wurden von der Unterengstringer Gemeindeversammlung im Dezember mit 45 zu 8 Stimmen angenommen.

Kein Münz, kein Problem

Auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen Gemeindehaus, Langwisen und Eckstein hat die Gemeinde die Bezahlmöglichkeiten modernisiert. Hier können die Parkplätze neu sowohl mit Münz als auch mit der Parkingpay-App bezahlt werden. Dabei haben Automobilisten laut Gemeinde den Vorteil, dass sie dank der App nur noch die effektiv genutzte Parkzeit bezahlen müssen.