Unterengstringen
Fasnacht mit Abstand: Dieses Jahr verfolgten die Kinder eine Konfettispur durchs Dorf

Weil die Kinderfasnacht wegen der geltenden Schutzmassnahmen nicht wie gewohnt durchgeführt werden konnte, liessen sich die Organisatorinnen vom Elternverein Unterengstringen eine kreative Alternative einfallen.

Florian Schmitz
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Beim Start des Postenlaufs war ein kreatives Gruppenfoto gefragt.
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Farblich und bewegungstechnisch haben sich die beiden Mädchen gut aufeinander absgestimmt.
Die insgesamt 16 teilnehmenden Gruppen kamen in vielfältigen Verkleidungen zum Postenlauf.
Auch Höhlenmenschen tauchten am Sonntag bei der Turnhalle Büel auf.
Bad Boys: Während die einen sich möglichst bunt verkleideten, kamen andere ganz in schwarz.
Das kreativste Gruppenfoto wird demnächst auf der Website des Elternvereins bekanntgegeben.
Bei einem Posten mussten die Gruppen ein Naturmandala erstellt werden.
Dabei entstanden nicht nur kreative Formen, sondern auch freundliche Gesichter.
Zu einem richtigen Fasnachtsmandala gehört natürlich auch eine Prise Konfetti.

Beim Start des Postenlaufs war ein kreatives Gruppenfoto gefragt.

zvg

An den meisten Orten kommt in dieser von Veranstaltungsabsagen geprägten Zeit kaum Fasnachtsstimmung auf. Doch wer Anfang Woche durch Unterengstringen spazierte, fragte sich ob des Konfettis am Boden, ob hier am Wochenende gross gefeiert wurde. Das war natürlich nicht der Fall; aber der Elternverein Unterengstringen wollte seine für letzten Sonntag geplante Kinderfasnacht nicht ganz aufgeben.

Deshalb suchte das Organisationskomitee um Melanie Aerne, Nicole Stadelmann und Marianne Stäger nach Alternativen, um trotz aller Einschränkungen Fasnachtsstimmung zu verbreiten. «Denn Fasnächtler verlieren ihren Humor nicht», schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Schliesslich kamen sie auf die Idee, einen Postenlauf mit einer Konfettischnitzeljagd zu kombinieren.

Die Organisatorinnen: Nicole Stadelmann, Melanie Aerne und Marianne Stäger.

Die Organisatorinnen: Nicole Stadelmann, Melanie Aerne und Marianne Stäger.

Bild: zvg

Alle 20 Minuten machte sich eine Gruppe mit maximal fünf Personen bei der Turnhalle Büel auf die Jagd. Insgesamt 16 Gruppen hatten sich im Vorfeld übers Internet angemeldet. Nach einem kreativen Gruppenfoto führte die Spur zur Marionettenbühne, wo tänzerische Fähigkeiten gefragt waren. Insgesamt acht Posten absolvierten die Gruppen. Dabei lösten sie Rätsel, griffen zur Schminke, schätzen die Länge einer Fasnachtsschlange ab und gestalteten ein Naturmandala.

Zum Abschluss erhielten alle Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ein Schoggistängeli und einen Punsch. Das OK zieht eine positive Bilanz:

«Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele begeistert mitgemacht haben.»

Auch das Schutzkonzept mit dem nötigen Abstandhalten sei von den Teilnehmenden gut umgesetzt worden. Demnächst werden auf der Website des Elternvereins die Gewinner des Postenlaufs bekanntgegeben. Die schnellste, die kreativste und die Gruppe, die am meisten richtige Fragen beantwortet hat, erhalten jeweils einen Preis.

Obwohl die Fasnachtsalternative auf viel Anklang stiess, hofft das OK darauf, nächstes Jahr wieder die richtige Kinderfasnacht mit Umzug und anschliessender Party im Gemeindesaal durchführen zu können.