Unterengstringen
Baukredit für die Sozial- und Asylwohnungen im alten Gemeindehaus wurde unterschritten

An der Gemeindeversammlung wird den Unterengstringerinnen und Unterengstringern die Jahresrechnung 2020 sowie die Bauabrechnung des umgebauten, ehemaligen Gemeindehauses vorgelegt.

Lydia Lippuner
Merken
Drucken
Teilen
Vom Büro zum Wohnraum: Im April 2019 wurden die Wohnungen im alten Gemeindehaus bezogen.

Vom Büro zum Wohnraum: Im April 2019 wurden die Wohnungen im alten Gemeindehaus bezogen.

Severin Bigler

Seit gut zwei Jahren wird im ehemaligen Unterengstringer Gemeindehaus gewohnt. Nachdem die Verwaltung in den modernen Bau von Architektin Tilla Theus umgezogen war, wurde das alte Gebäude saniert und zu Asyl- und Sozialwohnungen umgebaut. An der Gemeindeversammlung (20 Uhr, Gemeindesaal Büel) werden die Stimmbürger kommenden Dienstag über die mittlerweile abgeschlossene Bauabrechnung befinden. Insgesamt kosteten die termingerecht abgeschlossenen Arbeiten gut 315'000 Franken. Damit unterschritt die Gemeinde den 2018 von den Stimmbürgern genehmigten Kredit um knapp 35'000 Franken. Um die Büroräume in Wohnraum umzuwandeln, mussten unter anderem neue Böden verlegt, Küchen eingebaut und die Räume neu eingeteilt werden.

Am selben Abend legt der Gemeinderat den Stimmberechtigten auch die Jahresrechnung 2020 vor. Sie weist ein Plus von 2,2 Millionen Franken auf, das aus dem Aufwand von 21,3 und dem Ertrag von 23,5 Millionen Franken resultiert. Die Gemeinde tätigte Nettoinvestitionen in Höhe von rund 96'000 Franken. Noch sehe man keine negativen Finanzentwicklungen aufgrund von Covid-19, schreibt der Gemeinderat in der Versammlungsweisung.

Finanzstarke Steuerzahler zogen weg

Dass die Rechnung knapp 2,5 Millionen Franken besser abschliesst als erwartet, führt der Gemeinderat auf höhere Finanz- und Steuererträge sowie flächendeckende Kosteneinsparungen zurück, wie er weiter schreibt. So fielen die Steuereinnahmen aus den Vorjahren 700'000 Franken und die Grundstückgewinnsteuern knapp eine Million höher aus als geplant. Zudem hatten sämtliche Dienststellen tiefere Ausgaben als budgetiert. Trotzdem bleibt der Gesamtsteuerertrag von 12,8 Millionen Franken eine knappe halbe Million unter Budget. Hauptgrund dafür sei, dass wenige Anwohner mit hohem Einkommen und Steuerpflicht weggezogen seien. Dies erkläre auch den hohen Ertrag an Vorjahressteuern.

Auch in anderen Bereichen unterschritt die Gemeinde ihr Budget: Bei der Gesundheit fielen die Kosten mit 1,6 Millionen Franken rund 194'000 Franken tiefer aus als erwartet. Das lag vor allem an den tieferen stationären Pflegekosten sowie am Ertragsüberschuss des Weininger Seniorenzentrums. Die Ausgaben im Bereich öffentliche Ordnung und Sicherheit blieben 222'000 Franken unter Budget, das liege unter andern anderem an der verbesserten Zusammenarbeit mit der Polizei Rechtes Limmattal sowie den Zusammenarbeitsverträgen mit der Engstringer Feuerwehr und der Kesb Dietikon.

Da viele kulturelle Veranstaltungen wie das Mittefasten, Konzerte und Ausstellungen abgesagt werden mussten wegen Corona unterschritten die Kulturausgaben von 719'000 Franken das Budget um rund 117'000 Franken.

Die Gemeinde Unterengstringen hält ihre Gemeindeversammlung
am 15. Juni um 20 Uhr im Gemeindesaal Büel ab.