Über eine Million Badeeintritte wurden in der Stadt Zürich bis Mitte Juli in den Sommerbädern gezählt (1 018 761 Gäste). Das gute Wetter habe entscheidend dazu beigetragen, wie das Schul- und Sportamt mitteilt. Der erste Hitzetag wurde schon am 14. Mai registriert. Der Juni war für die Badis dann pures Gold: Im landesweiten Mittel stieg die Monatstemperatur 3,3 Grad über die Norm. Damit belegt der diesjährige Juni laut Meteo Schweiz Rang zwei hinter jenem von 2003. Auch die fünf Freibäder im Limmattal profitierten vom schönen Wetter – nach dem enttäuschenden Sommer 2016 ist das ein Erfolgserlebnis.

So zählte das Freibad Zwischen den Hölzern in Oberengstringen bis Mitte Juli 34 241 Eintritte – im letzten Sommer wurden bis Ende Saison insgesamt 47 733 Eintritte registriert. Das «Hölzli» wird von der Stadt Zürich betrieben. Oberengstringen trat das Land 1966 für den Bau einer Badi der Stadt ab. Neben mehr Eintritten gegenüber dem Vorjahr registriert man in Oberengstringen auch eine grössere Zahl an verkauften Saisonabos. Bislang wurden deren 318 verkauft (im Vorjahr 264 Stück). «Wenn das Wetter Anfang Saison sehr gut ist, werden eher mehr Abos verkauft», so Manuela Schläpfer, Leiterin Information und Beratung beim Sportamt.

Die Badi Weihermatt von oben

Die Badi Weihermatt von oben

Herunterfahren von 30 Metern Höhe über der Badi Weihermatt mit dem Autodrehleiter der Feuerwehr Urdorf.

Deutlich mehr Eintritte als 2016

Die Klinke in die Hand gab man sich im Hallen- und Freibad Fondli: Bis letzte Woche wurden 57 542 Eintritte gezählt. 2016 waren es «nur» 43 570 in der gesamten Saison, wie Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit der Stadt Dietikon sagt. Ausserdem konnte man im Fondli auch einen Spitzentag notieren: Am Sonntag, 11. Juni, fanden dort insgesamt 4029 Gäste ihren Platz an der Sonne. «Wir freuen uns über die positiven Eintrittszahlen und hoffen, dass wir noch viele sonnige Tage geniessen können», so Rabe.

Die Hitzewelle bescherte auch dem Schlieremer Stadtbad Im Moos tolle Zahlen. «Wir konnten bis dato schon über 170 Prozent mehr Eintritte als im Vorjahr im Mai und Juni verzeichnen», sagt André Thoma, Leiter Sekretariat Werke, Versorgung und Anlagen Schlieren. Ebenfalls konnte das «Mösli» schon 90 Prozent des Umsatzes des Vorjahres erzielen. Bislang wurden rund 13 800 Eintritte gezählt. In der letzten Saison waren es insgesamt rund 20 000. Die verkauften Abos stiegen von 235 auf über 500 Stück. «Trotzdem werden wir wohl nicht an den Rekordsommer 2003 anknüpfen können», so Thoma. Das aktuelle Wetter werde seine Auswirkungen haben.

Weniger Gäste in den Ferien

Bei der Badi Geren in Birmensdorf ist man ebenfalls auf den weiteren Wetterverlauf gespannt. Mai und Juni sorgten für äusserst erfolgreiche Wochen: «Seit Beginn der Saison haben wir rund 27 800 Eintritte gezählt. Das sind 10 000 Gäste mehr als im Vorjahr zur selben Zeit», sagt Daniela Suppiger, Leiterin Abteilung Sicherheit und Gesundheit der Gemeinde Birmensdorf. 2016 konnten insgesamt 38 800 Eintritte gezählt werden. Die Stückzahl der verkauften Abos konnten in diesem Sommer von 280 auf rund 500 erhöht werden. «Ob wir die Besucherzahlen vom letzten Sommer toppen können, hängt jetzt vom Wetter ab», so Suppiger. Zudem werde es in den Sommerferien generell etwas ruhiger, weil viele in den Urlaub fahren.

Begeistert über den bisherigen Saisonverlauf zeigt sich auch Hans Kaeser, Leiter der Sportanlage Weihermatt in Urdorf. Zwar verfügt man in der Badi Weihermatt über keinen elektronischen Zähler, dennoch konnte eine Zunahme der Besucher festgestellt werden. «Unser Umsatz ist viel grösser als noch im letzten Jahr, sei es beim Kiosk oder bei den Eintrittsgeldern», sagt Kaeser. Es sei zudem noch nie so viel los gewesen in der Badi seit seinem Amtsantritt vor sieben Jahren.