Schlieren
"Unsensibel und unpassend": Club Rage sagt Reichsbunker-Party ab

Der Schlieremer Club Rage lud Gäste zu einer umstrittenen Fetischparty ein, welche an nationalsozialistische Züge erinnerte. Für die Schwulenorganisation Pink Cross war der Name "unsensibel und unpassend". Mittlerweile haben die Organisatoren die Veranstaltung mit einer Mottoparty ersetzt.

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Club Rage Reichsbunker

Club Rage Reichsbunker

Screenshot/20 Minuten
Mittlerweile haben die Organisatoren die Party jedoch abgesagt.

Mittlerweile haben die Organisatoren die Party jedoch abgesagt.

Screenshot/Rage.ch

Noch am Wochenende lud der Schlieremer Schwulen-Fetisch-Club Rage, zu einer Party ein mit Namen "Bunker 13 - Der Reichsbunker", die für den 1. Oktober geplant gewesen war. Zusätzlich zum grenzwertigen Namen sind auf dem Flyer Uniformen abgebildet, welche jenen ähnlen, die Anhänger des Nationalsozialismus zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs trugen.

Die Schwulenorganisation Pink Cross fand den gewählten Namen und den Beschrieb fraglich. «In Anbetracht der Vergangenheit und der leidvollen Verfolgung von schwulen Männern während der Nazi-Zeit erscheint uns der gewählte Name und Beschrieb der Fetisch-Party als unsensibel und unpassend gewählt», sagt Geschäftsleiter Bastian Baumann gegenüber "20 Minuten".

Solche Bunker-Partys seien in der schwulen Fetischszene keine Seltenheit, versuchte ein Club-Sprecher die Kritik zu entschärfen. Die Thematik hänge weder mit Politik noch mit Nationalsozialismus zusammen, sondern handle es sich lediglich um einen Fetisch.

Dennoch haben die Organisatoren die Veranstaltung mittlerweile aus ihrem Kalender entfernt und mit einer Mottoparty ersetzt. Auf ihrer Homepage lassen sie lediglich vermelden: "Die Bunker 13 Party findet nicht statt."