Die «Aktionsgruppe Bunker Urdorf» gehört zum Bündnis «Wo Unrecht zu Recht wird ...». Am Samstag wirbt sie am Strassenrand beim Zentrum Spitzacker für ihr Anliegen. Zum einen lädt die Gruppe zwischen 10 und 17 Uhr zur Verpflegung in Räumen der Allgemeinen Baugenossenschaft ein, zum anderen wird sie Flugblätter verteilen. Ein solches liegt der Limmattaler Zeitung vor. Darauf schnaubt das Urdorfer Wappentier, der Ur, wegen der «unmenschlichen Situation im Urdorfer Nothilfe-Lager». Der Aktionsgruppe ist es ein Dorn im Auge, dass in der unterirdischen Zivilschutzanlage an der Werkhofstrasse rund 50 Personen untergebracht sind. Ihre Asylgesuch wurde abgelehnt. Aber sie haben das Land aus verschiedenen Gründen nicht verlassen. Insbesondere kritisiert die Gruppe auch, dass die Menschen dort das Gemeindegebiet nicht verlassen dürfen und vor Ort jeweils unterschreiben müssen, um Nothilfe zu erhalten. Die Aktionsgruppe will Urdorferinnen und Urdorfer über die Notunterkunft informieren und erreichen, dass diese Unterkunft geschlossen wird. Es handle sich um den letzten Bunker, den die ORS AG im Auftrag des Kantons betreibe, nachdem jener in Uster 2017 geschlossen wurde.

Die Gemeinde Urdorf bestätigte am Donnerstag, dass sie die Infoblatt-Verteilete bewilligt hat. Auch die Polizei weiss Bescheid. Das Bündnis «Wo Unrecht zu Recht wird ...» protestierte zuletzt Ende Juni friedlich in Bülach.